Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberschwemmen und Überschwemmung. 389

oben, unter Ueberschwemmung); auf beiden Sei-ten bekommt er eine große Böschung, die mit Rasenbekleidet wird, besonders nach der Wafserseite; dieAnlage der Böschung beträgt auf dieser Seite dasDoppelte der Höhe, auf der entgegengesetzten abernur die Höhe selbst. An der Stelle, wo der eigent-liche Fluß auf ihn stößt, muß der Damm sehr fest undgut erbauet werden, daher hier Pfähle eingeschlagenwerden, welche die Erde besser halten; dieser untereTheil heißt der Kasten des Dammes. Man legt übri-gens den Damm so an, daß er mit dem herzuflie-ßenden Strome einen schiefen Winkel macht, wobeidas Wasser nicht so viel Gewalt gegen denselben hat.Die Kappe muß wenigstens 1 Fuß über dem Wasserhervorragen. Die Länge des Dammes hängt von derumherliegenden Gegend ab, ob diese nämlich sehrflach, oder merklich erhoben ist; da, wo das Wasseran den Seiten um den Damm herumfließt, wird der-selbe rund gemacht, und bekommt eine sehr große Bö-schung, um die Gewalt des Wassers zu verringern.Die ganze Länge des Dammes muß ferner von demFeuer der Brustwehr, welche durch die Ueberschwem-mung beschützt werden soll, bestrichen werden. Ist derDamm zu lang, so errichtet man zu diesem Behufeeine neue Brustwehr auf der Mitte des Dammes,welche ihn vertheidiget, und durch ihr Feuer verhindert,daß der Feind den Damm nicht durchsteche. Erhebtsich die umliegende Gegend merklich, so wird derDamm kürzer, und dann bringt man in demselbeneine kleine Schleuse an; s. Schleuse, Th. 145.Diese wird, wenn sie durch das feindliche Geschütz lei-den könnte, durch eine Wehr ersetzt. Hat man zubefürchten, daß der Damm durch das feindliche Feueroder durch die Gewalt des Wassers verdorben werdenkönnte, so legt man mehrere Dämme an. Bei Fe-stungen werden die Böschungen eines Dammes oft