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Uebersehen.
Reichere den Armen, der Kluge den Dum-men; der Größere, weil er mehr Macht und Ansehenhat, als der Kleine, der Reiche mehr Vermögen, undder Kluge mehr Geistesgaben, als der Dumme. Be-sitzt Jemand mehr Gelehrsamkeit, als ein Anderer, sosagt man: er übersehe ihn sehr weit. Der-gleichen Kleinigkeiten sind leicht zu überse-hen, ohne beschwerliche Empfindungen zu ertragen.Eine solche Summe kann ich nicht übersehen,nicht ohne Beschwerde entbehren. — 2) Ueber dieganze Oberfläche eines Gegenstandes hinsehen, r»)Eigentlich, und ins Besondere, da man höher steht,einen höheren Stand hat, von dem man etwas über-sehen kann. Von diesem Berge kann man dieganze Stadt, die ganze Gegend umher über-sehen, so auch von diesem Thurme. So über-sieht man die Perspektive eines Gemäldes, einer StadtoverLandschaft, durch ein Fernglas. DieseEbene istnicht zu übersehen. Die Ueberschwemmungdes Flussesistnichtzu übersehen. Die Mee-resfläche, so weit das Auge reicht, überse-hen. Auch in weiterer Bedeutung: Du wirst DeinUnglück nicht übersehen können. Ich kanndieses Geschäft mit einem Blicke übersehen.— Ir) Figürlich, etwas übersehen, es flüchtigdurchsehen. In den Küchen übersieht man den Sa-lat, das Gemüse, die Hülsenfrüchte re., wenn man esdurchsieht, um das Untaugliche auszulesen, wofür manaber auch auslesen und verlesen gebraucht. DieErbsen, Linsen :c. verlesen, die schlechten, ange-gangenen und den Schmutz aus den guten Erbsen,Linsen rc. herauslesen. Eine Rechnung, eine Ar-beit übersehen, sie durchgehen, durchsehen, obsterichtig sey. Einen Plan übersehen, ob Allesrichtig ist, was darauf stehen soll, auch richtig ange-deutet, nach Ort, Lage rc. Die Probebogen dertvec. rechn. Luc. Th. 0X6H. P p