Uebersiedeln und Uebersiedelung. 607
in Argos. Aus Phrygien kam Pelops, der demLande den Namen Peloponnesos (Insel des Pelops)gab, und dessen Nachkommen sich späterhin der meistenReiche des Peloponnesos bemächtigten, der späterhindurch die Einwanderungen der Dorer nochmals einegroße Veränderung erlitt, die von den Nachkommendes Herakles (Herkules) geführt wurden. DieGriechischen Staaten waren in ihrer Kulturperiodenicht müßig in weiter Verbreitung ihrer Kultur undihres Staatslebenö. So gründete Athen eine Kolo-nie in Thrazien für Handel und Schifffahrt, und sonoch andere Kolonien mehr, z. B. in Klein-Asien undauf den benachbarten Inseln, an dem Propontis, inUnteritalien, auf Sicilien, Sardinien, auf der Galli-schen Südküste (Marseille), in Spanien, auf derAfrikanischen Küste w., wohin auch die Phönizier ge-kommen waren, um Kolonien für ihren Handel anzu-legen, worunter die wichtigste Carthago war, ein Frei-staat an der Nordküste von Afrika, welcher von derKönigin D ido, die von der Phönizischen Stadt Ty-rus vertrieben, imJahre 878 oder 880 oder 886 vorChristi Geburt hier gestiftet worden.— Auf die Grie-chen und auf andere alte Völker folgten die Römer,die bei ihren weit verbreiteten Eroberungen zur Fest-haltung derselben nichtnurBesaßungen aus ihrenLegio-nen daließen, sondern auch Einwanderungen aus denRömischen und Italienischen Gebieten zuließen, umsich zu befestigen. Die Ansiedler bestanden aus zahl-reichen armen Bürgern und alten Soldaten, die hier-durch den Lohn für ihre Dienste empfingen, indemman ihnen erobertes Land zur Bebauung übergab;und so entstanden Römische Kolonien überall, wo dieRömer ihre Siege hinverbreiteten. Diese Ueberstede-lungen oder Ansiedelungen der Römer nach von ihremVaterlande entfernten Ländern sind um so wichtiger inder Geschichte, da sie zeigen, wie dergleichen Ausrede-