Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
Seite
609
JPEG-Download
 

Uebersiedeln und Uebersiedelung. 609

die Zahl der dahin zu Versetzenden; 3) die Anführerder Auswanderer, und 4) die Größe des Landes,welches ihnen eingeräumt werden sollte. War nundieses nach dem Rathe und des Volkes Willen inRichtigkeit gebracht, so gaben sich die Leute an, welcheals neue Ansiedler der Kolonie abreisen wollten. —War die Anzahl der sich Meldenden größer, als be-stimmt worden, so mußten sie darum loosen, und die-jenigen, die dasLoos nicht traf, mußten zurückbleiben.Wenn nun von dem Konsul oder Bürgermeister,Prätor, die Aufseher der Kolonien (6ui3toi-68 Öo-1011136 (l6clu66Ntlii6) in den Volks-Versammlungenbestimmt worden, zu denen bald drei, bald fünf, siebenoder zehn, auch wohl zwanzig gewählt wurden,welche dann von ihrer Zahl Iriumviri, Hiuiicjus-viri, 86jit6»rviri, Ooeomviri oder Vi»intiviri32018 «l3II«Ii8 388I21I3IIlIl8 oder 6ttIoiIl'36 ckkllll-66iick36 (Kolonienführer) hießen, stellte man dieAuspicia an, lustrirte die neue Kolonie, und zog dannunter vorgetragener Fahne fort. Sobald man anOrt und Stelle gekommen war, so umzog man dieStadt und das ausgesetzte Land mit einem Pfluge,theilte dann Alles nach Vorschrift ab oder ein, undwies Jedem seinen Antheil an, welches aber ein sehrschwieriges und verdrießliches Geschäft für die Kolo-nienaufseher war, um es Jedem der neuen Kolonistennach Wunsch zu machen. — Die Kolonien oder An-siedlungen der Römer zerfielen in drei besondere Ar-ten, Römischen, Lateinischen und in die ItalienischenKolonien, wozu nun noch dieMilitairkolonien kamen.Die Römischen Kolonien hatten das Römische Bürger-recht (4u8 (^uiiitiimO, sie hatten also das ck»8

P1'iv3t36 Iill61't3ti8, 60I1I11ll)ioiU1I1, P3trium, 16-

Atiirü (lorniiiü, t68t3Evtoriim und lutoluruiri;ferner das 4u8 8iilli 3»ii, 4ii8 uckoptioiii« ot kors-Occ. tech. Enc. Th. 6X6II. Q q