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Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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624 Uebelsiedeln und Uebcrsiedelung.

theile vor Augen hatten. Bei den Offizieren undSoldaten war die Mannszucht, die Subordination,der Drang nach Thaten, verschwunden. Die Kriegs-schiffe liefen schlecht bewaffnet aus den Häfen aus undein. Die Sitten waren verdorbener als jemals, undso mußte die Größe der Portugiesen zusammenstürzen,als endlich sich eine freie, einsichtsvolle, duldungsreicheNation in Indien sehen ließ, und ihnen die Herrschaftdarüber streitig machte."*) — Die Ueberfiedelungder Portugiesen nach Afrika und Indien ist hier etwasausführlicher durchgenommen worden, weil sie daserste Volk in der neueren Geschichte sind, welches sichaußerhalb Europa auszubreiten, und Kolonien zugründen anfing, obgleich nach einem ganz anderenPlane, als die der Römer, die dabei bestimmte Zweckeim Auge hatten, und sich nicht durch die glänzendenVortheile des Handels hinreißen ließe», sondern sieauf Ackerbau und Gewerbe fester gründeten und dannden Handel und die Künste und Wissenschaft folgenließen. Sie waren zuerst bedacht, bei der Toleranz,die sie auf andere Völker beobachteten, so weit diesesich mit ihren Planen vertrug, ihre Religion, Sittenund Gebräuche zu verpflanzen, und dadurch die Ko-lonien zu befestigen, und an das Mutterland zu zie-hen; dieses thaten aber nicht die Portugiesen, die nurden Handel, die Reichthümer Indiens im Auge hat-ten, alles Uebrige vernachlässigten; ja selbst denHandel, der ihnen die Reichthümer brachte, vernach-lässigten sie; denn sie überließen die nach Lissabon ge-brachten Ostindischen Waaren Zwischenhändlern an-derer Nationen, und so verloren sie bei diesen Kürzun-gen auch noch den Asiatischen Alleinhandel, den dieHolländer an sich zu bringen suchten, indem diese sich

I.gtiteau, Ilistoiro 6es Lonquötos cles kortu^ais.S. auch den 1. Theil der allgemeinen Reisegeschichte.