66V Uebersiedeln und Uebersiedelung.
gleichfalls von England aus bevölkert wurden, wozudie unglückliche Revolution im Mutterlande Veranlaffung gab. — Wie schon oben angeführt worden,gab die zweite sich gebildete Plymouth-Gesellschaftder nördlichen Kolonien 1635 ihr Patent an die Re-gierung zurück. Hierdurch gerieth die Kolonisationder Engländer daselbst aber nicht ins Stockendenndie jedem Lande verderblichen Religionsstreitigkeiten,und so auch hier die Verfolgung der Puritaner vonJakob dem Ersten, so wie der Eifer seiner Nach-folger für Conformität der anglikanischen Kirche be-wirkten viele Uebersiedelungen nach Neu-Eng land,wie sich die seit 1643 vereinigten Kolonien Neu-Plymouth, Massachusets, Connecticut undNeuhafen, wozu auch Neu-Hampshire undRhode-Jsland kamen, nannten oder genannt wur-den, die sich nach nnd nach herangebildet hatten —Diese Uebersiedelungen, von größtentheils Puritanern,dauerten bis zur Zusammenberufung jenes aus Puri-tanern zusammengesetzen Parlaments in London, wel-ches gleich bei seiner Eröffnung die EntthronungKarls des Ersten beabsichtigte, und auch durchsetzte.Unter dielen Bewegungen kehrten viele Puritaner nachEngland zurück, aber auch eben so viele Unzufriedenemit dem neuen Zustande der Begebenheiten im Mut-terlande wanderten nach den Kolonien aus. Seitder Ankunft der ersten Brownisten auf Neu-Englandbis zu der eben erwähnten Epoche, also in einemZeitraume von einigen zwanzig Jahren, konnten nachund nach an 21,206 Kolonisten in 298 Schiffen ausEngland, dem Mutterlande, angekommen seyn, dienun den oben angeführten Wechsel begannen. DieUebersiedelungssucht war in dieser Epoche so groß,daß man ein Auswanderungsverbot erließ; allein un-geachtet dieses Verbotes dauerte die Auswanderungfort. Zu diesen Kolonien kamen nun noch New-