662 Uebeifiedeln und Ueberfiedelung.
Gründung gegen 300 Häuser und 2000 Einwoh-ner. Mit den Jndicrn hatten die Kolonien nocheinen harten Kampf zu bestehen, der aber glücklichfür sie im Jahre 1678 beendiget ward, obgleich sieeinen großen Menschenverluft und eine Einbuße anEigenthum von 9,500,000 Thalern hatten, welchesein sehr empfindlicher Verlust für die jungen Pflanz-orte war, aber eine Art Beruhigung, daß sie denKampf ohne Hülfe des Mutterlandes bestandenhatten, ja sie hatten sich diese Hülfe sogar verbe-ten, und aus Klugheit, um nicht Truppen desMutterlandes als feststehend vielleicht auf ihr Ge-biet zu ziehen. Auch mit den ihnen vom Mut-terlande aus gesetzten Behörden, kamen sie in Con-siikt; allein auch hieraus wußten sie sich glücklich,besonders nach der Entfernung Jakobsdes Zwei-ten von dem Englischen Throne, zu ziehen; dennjetzt stellten mehrere Provinzen ihre frühere Ver-fassungen wieder her, die ihnen unter der Regie-rung Jakobs genommen worden. Es ist hiernicht der Ort, die noch folgenden Kriege zu be-richten, welche die Kolonien unter Wilhelm demDritten und unter der Königin Anna mit denFranzosen zu bestehen hatten, und woraus sie sichauch glücklich empor arbeiteten, wohl aber, daßdie Kolonien oder die einzelnen Staaten als einkräftiges Ackerbau, Gewerbe und Handel treibendesVolk auf der sich vorgezeichneten Bahn fortschrit-ten, bis zur gänzlichen Losreißung vom Mutter-lande; dabei bewahrten sie ihre Glaubens oder Ge-wifsenfreiheit uüd ihre politischen Freiheiten. Diewichtigsten Produkte, die sie hauptsächlich in derZeit ihres Aufblühens in den Handel brachten,waren Tabak, Schiffbauholz, Theer, Potasche, Pech,Eisen, Kupfer, Indigo, Farbekräutcr und viele an-dere Vegetabilien und Mineralien. — Kunstpro-