Band 
Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CHOUL

CHRIST

nicht, daß et von der Moral des Griechischen Philosophen vielgewann. '

CHOUL (Guillaume du), ein Lyonnesischer Edelmann,Bailli der Gebirge des Dauphine, reifte nach Italien, umseine Kenntniß des Alterthums zu vervollkommnen. Er istdurch einen vortrefflichen und seltenen Tractat bekannt:

Dt la Religion et Castrametation des amiens Romains.

Dieses sonderbare Werk über das Alterthum ist vorzüglich inRücksicht des zweiten Theiles merkwürdig, welcher von derArt und Weise, die Lager bei den alten Römern abzustecken undzu bef stigen, von ihrer Disciplin und ihren militärischen Erer,citie» handelt- Es wurde in das Lateinische und Italiänischeübersetzt. Die erstere dieser Uebersetznngen wurde i 685 in 4.zu Amsterdam gedruckt, und die letztere, von R 0 u i lle, kam1559 Lyon in Folio heraus. Diese beiden Ausgaben sindsehr selten, aber weniger als das Französische Original, Lnon1556 in Folio, ob sie gleich nicht so gut ausgeführet find.

Einem andern du Choul, der aber Jean hieß, verdankenwir eine kleine, wenig bekannte und seltene Lateinische Schrift:

Varia Quercus historia, Ä.7011 T555 in 8.

CHRIST (Johann Friedrich), 1701 zu Coburq gebo-ren, wo sein Vater Johann Sebastian Hof-Regiernngs-und Consistorial-Rath, wie auch Oberaufseher des Acade-mischen Gymnasiums und Protoschvlarch war. Er genoß inseines Vaters Hause eine vortreffliche Erziehung, und wurdezeitig in die vornehmsten Gesellschaften mitgenommen, wo ersich durch mancherlei Modekenntmsse beliebt wachte, und woauch seine große Liebe zu den Alterthümern erweckt wurde. Erging nach Jena, wo er die Philosophie und Jurisprudenz stu-dierte, und nach drei Jahren zu dem Sachsen Mcinungi-schen Premierm'nister, Baron von Wolzogen, als Hofmeisterseines ältesten Sohnes, den er in der Folge nach Jena beglei-tete. Bei dem nachmahligen Aufenthalt auf dieser Universitätentstand seine Neigung zum academischen Leben, wider denWillen seines Vaters, der ihn für den Hof bestimmte. Erging nun mit den beiden jüngsten Söhnen des Ministers 172Ünach Halle, winde mit Thomasins, Gundling, Lude-wig und Böbmer genau bekannt, und erhielt von der philo-sophischen Facult.ii Erlaubniß, öffentliche Voriesuirgcn zu hal-ten,