»74 CONRINGIUS
CONSTANS II.
radinS Grabmahl eine Inschrift in Lateinischen Vktsen folgendenInhalts: „Ach, die Weissagung des Volkes ist nur allzu sehr„erfüllt worden: Carls Leben ward endlich dein Tod.»Alle Gesetze schweigen, und alles ist verkehrt, da ein König»solche Gewalt über einen andern ausübt.«
CONRINGIUS (Hermannus), Professor der Rechte znHelmstaot, 1606 geboren, starb 1681. Er verfaßte niedrereWerke über das Recht und die Geschichte, die in b Foliobandengedruckt wurden. ,
CONSTANS I. (Flavius Julius) , dritter Sohn vonConstant in dem Großen und Fausta, wurde 320 ge-geboren und 333 zum Kaiser ausgerufen. Er erhielt bei derTheilung der Staaten seines Vaters Italien, Africa, Illyrie»;und Gallien, Spanien und Groß - Briianien nach dem Todeseines Bruders Constant in, der ihm den Krieg angekündi-get hatte.
Constans, Herr des ganzen Orients, beschützte die Wahrheitgegen die Jrnhümer der Arianer. Da die Häretiker die Ge-neigtheit deö Constanljns. die Catholiken zu verfolgen, benutzten,so schrieb er ihm, er würde, wenn er dem H. Athauasiusnicht Gerechtigkeit widerfahren ließe, selbst nach Alerandrienkommen, ihn daselbst wieder einzusetzen, seine Feinde darausvertreiben, und sie bestrafen, wie sie eö verdienten. Er rief imJahr 347 das Concilium zu Sardica zusammen, und bemühtesich, das Schisma der Douatisten auszurotten.
Dieser Beschützer der Kirche starb guf eine traurige Weise.Magnentius, der sich in Africa zum Kaiser hatte ausrufenlassen, ließ ihn 350 zu Elna in den Pyrenäen umbringen.
Die Christen lobten diesen Kaiser sehr: die Heiden beschuldig-ten ihn der größesten Laster; da er sich aber gegen diese letzter«erklärte, so muß ihr Zeugniß verdächtig scheinen.
Constans war nicht älter als 30 Jahre, da er ermordet wurde,und hatte 13 Jahre regiert.
CONSTANS II. Kaiser des Orients, Sohn des HeracliusConstantinus und Enkel des Heraclius, wurde 641 andie Stelle seines ObeimS Heracleonaö gesetzt. Die Mono-theliteu hatten ihn erheben; er beschützte sie, und ließ sich vonihnen regieren. Der Patriarch PauluS, Meister seines Geistes,
brachte