Band 
Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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COPROGLI-PACHA

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und die Sterne stehen in unermeßlichen Entfernungen von derSonne.

Copernicus glaubte seine Ideen nicht bekannt machen zu dür-fen, ohne sich selbst zu überzeugen, daß dieses neue Arrangementallen Erscheinungen am Himmel entspreche. Indeß wurde seinSystem, eine der größesten Anstrengungen des menschlichenGeistes, im Jahr 1616, nicht bloß alö eine ketzerische Meinung indem Glauben, sondern auch als abgeschmackt in der Philosophievon der Römischen Inquisition verdammt. ( Man sehe den Ar-tikel GAULPO.) Dieses Urtheil ge^en eine Wahrheit, die sichseitdem auf so mancherlei Weise bestätigte, ist ein Beweis vonder Macht der Vvrurtheile.

Copernicus starb 754z im 7o.Jal)re, nachdem er zwei vor-treffliche Schriften herausgegeben hatte: die eine

De motu oSavae Sphaerae , in welcher er sein System ent-wickelt ;und die andere

De Orbium caelestium revolutionibus, 1566 Zusammen gedruckt,in Folio.

Gassendi beschrieb sein Leben, welches ein Muster für wahrePhilosophen ist.

COPROGLI-PACHA (Muhamed), Groß - Visir wahrendder Minderjährigkeit Muhamcds IV. war aus Albanien,Sohn eines lGriechischcn Priesters und Neffe cineö Renegaten,auf dessen Zureden er die Muhametanische Religion annahm,und sich auf der Insel Cypcrn niederließ. Der Pacha dieserInsel nahm ihn mit sich in den Persischen Krieg. Der jungeCvprogli zeigte seine Tapferkeit; sein Verdienst ward dem Hofebekannt, welcher ihm das Gouvernement von Barnlh, und dannvon Alcppo gab. Der Groß - Visir Achmet ließ ihn aus Eifer-sucht, und in der Absicht, ihn hinrichten zu lassen, ins Gefäng-niß werfen. Als aber dieser schändliche Minister erschlagen, undder Kaiser Ibrahim, den er regierte, stranguljcrt worden war,zog sein Nachfolger Muhamed IV. Coprogli aus dem Ge-fängniß, um ihn auf Anrathen der Sultanin, seiner Mutter,und Regentin des Reichs, zur Würde des Groß-Visirs zu erhe-ben. Er rechtfertigte diese Wahl durch seine Sanftheit, seinenEifer für das Wohl des Staats und den Ruhm seines Fürsten,durch seine Achtung gegen die Großen, und seine Gnade gegendie Geringen. Er eroberte einen Theil von Transplvanien, starb

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