CORDIER
CORDUS
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auf Tafeln von mittelmäßiger Größe. Er machte sich an denHöfen des Churfürsten von Brandenburg, des Erzherzogs vonOesterreich, des KdnigS von England und des Prinzen von Ora-nien berühmt, heirathcte die Tochter seines zweiten Lehrmeisters,und starb 1684 im 66. Jahre. P. Pontius, C. Caukerken u. ü.haben nach ihm in Kupfer gestochen.
CORDIER oder CORDIERI (Niclaus), genannt FRAN-CIOSINO, ein Bildhauer aus Lothringen, kam in seiner Jugendnach Rom, wo er anfangs das Kupferstecher, und Formfchneiden,endlich aber die Bildhauerkunst erlernte. In dieser letztern warder so berühmt, daß er in Dienste» der Papste Clemens VIII.und PauluS V. arbeitete, auch in seiner Werkstatt von ihnenöfters besucht wurde. Er verfertigte unter andern den Engelvon Marmor, der daS Wapen des letztbemeldeten Papstes hält,und über dem Portale des vatlcanischen Pallasts zu sehen ist.Er starb 1612 im 45. Jahre seines Alters, und wurde in dieKirche clell» Trinitd de i Monti begraben. Dieser Künstler isteiner von den wenigen neuern Bildhauern, die bekannter zu wer-den verdienen. Seine zwei Stakäen des H. Gregorius und derH. Silvia, in zwei Capellen der Kirche St. Gregorius in Mont«Cclio zu Rom, zeigen eine vortefstiche Kenntniß, seiner Kunst,und einen großen Geschmack.
CORDIERE (La belle), man sehe den Artikel ABBt:.
CORDUS (Euricius), Deutscher Arzt und Dichter, starbden 24. December 1535 zu Brehmen» nachdem er verschiedenemcdicinische Werke herausgegeben hatte. Er stand mit denmeisten Gelehrten seiner Zeit, unter andern mit Erasmns,in Verbindung; aber seine allzu große Aufrichtigkeit und seinallzu offener Character machten ihm zuweilen Feinde. SeineLateinischen Gedichte erschienen 162z in 8. zu Leyven.
CORDUS (Valerius), Sohn des Vorhergehenden undseines Vaters würdig, wurde >515 im Hessischen geboren. Erlegte sich auf die Kenntniß der Sprachen und Pflanzen mit glei-chem Erfolg, und bereisete die Gebirge Deutschlands, um dieeinfachen Arzeneimittel zu sammeln. Er reiste nachher nach Ita-lien, und hielt sich zu Padua, Pisa, Lucca und Florenz auf;da er aber von einem Pferde an das Bein gelchlagen wordenwar, starb er in seinem 29. Jahre, 1544, zu Rom. Er berei-cherte die Botanik mit folgenden Werken:
Bemerkungen über den Lioscorides. §ürch 136t inLslio.
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