Band 
Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CORRADINI

CORREGGIO

CORRADINI DE SEZZA (Pietro Marcellino), 1658zu Sezza geboren , war schon in seiner frühesten JuKnd einerder berühmlesten Advocaten von Rom. Seine Verdienste erwar- jden ihm 1721 unter Clemens XI. den Purpur. Er starb 1743,und hinterließ mehrere Werke:

Vetus Latium prosalium et sacrum, 2 Bände in Folio, von !1704 bis 17)6 in 7 Guartbänden ;u Rom wieder auft zgelegt/ ein lesenöwürdigcs und von gelehrten Untersuchun-gen volles Werk.

De Civitate, rt Ecclesia Setina, Rom 1702 in 4. Dieß ist dieprofane nndKirchengeschichte der Vaterstadt des Verfassers.

CORRADO (Giacinto), von Molsetta in dem KönigreichNeapel gebürtig, lernte bei Franz Golimena. Erarbei-tete anfänglich zu Rom, hernach würd' er nach Turin berufen,wo man in verschiedenen Pallastcn Deckenstücke und andere Ge- lmühlde von ihm siehet. Im Jahr 1753 kam er nach Madrid, 1und starb, nachdem er 1761 nach Italien zurück gekehrt war,1765 zu Neapel.

Seine vorzüglichsten Werke in Spanien sind in den königlichenPallastcn zu Madrid, Aranjuez und Buen-Retiro, in Krescound in Oehlfarben, zu sehen. Seine Zusammensetzungen sindsinnreich und von reihender Wirkung; sein Colvrit ist meistenswie das seines Lehrmeisters, schwärzlich aber lebhaft. Seine Ma-nier in den Gewändern ist sehr schön und von großen Partien-Henriquez hat ein Blatt nach ihm radiert, betitelt:

La Berglre rufet.

CORRADO (Sebastiano), Professor der schonen Wiffen?-schaften zu Bologna, hatte unter den Grammatikern des 16. *

Jahrhunderts einen großen Namen, und starb 1556.

CORREGGIO (Antonio Allegri da), von feinem Ge-burtsorte Cvrreqgio, einer Stadt im Herzogthum Modcna, wo er1494 geboren wurde, so genannt.— Dieser außerordentliche Mah-ler ist deßwegen merkwürdig, daß er von den Werken anderernichts entlehnte. Seine Umrisse sind correct, aber der Ge-schmack in denselben ist groß; und es ist anerkannt, daß er mitgroßer Starke, großer Erhöhung und Lebhaftigkeit der Farbenmablte. In der Dertheilung der Lichter und Scharten hatte ereine ganz eigene Manier, welche seinen Figuren eine großeStärke und Rundung gab. Diese Mamer bestehet in der Ver-, breitung