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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CRASSUS

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einer Caverne verborgen blieb. Sobald er sich wieder zeigen !konnte, zeichnete er sich in dem Kriege gegen die Sclaven durchseinen Muth aus, erhielt die Ehre eines kleinen Triumphs, iward' 71 Jahr vor Christi Geburt Präror, und schlug den An-führer der rebellischen Sclaven Spartacus. Das solgendeJahr ward er mit Pompejus Consul, nachher Censor, undmachte endlich mit Pompejus und Cäsar eine Art von Trium- !virat. DieseVcrbindung hatte nur mit dem erster» einige Dauer. jCrassus , der zum zweiten Mäh! Consul ward, erhielt Syrien (

zu seinem Antheil. Als er durch Judäa zog, plünderte er den 1

Schatz des Tempels zu Jerusalem. Seine Habsucht gab ihm jden Gedanken ein, die Parther mit Krieg zu überziehen. Erverschlang in der Hoffnung schon alle ihre Reichthümer, alsseine Armee von ihrem General Surena geschlagen wurde.

Es blieben auf dem Platze 20,000 Römer, >0,000 wurden zuGefangenen gemacht. Das Uebrige der Armee floh in der Fin-sterniß , und wurde von den Parthern verfolgt. Crassus wurde 1von dem feindlichen General zu einer Conferenz eingeladen,durch Meuterei der Soldaten genöthiget, biete Einladung anzu-nehmen , und merkte bald, daß es nur die Absicht des Surenawar, ihn lebendig zu fangen. Er setzte sich in Vertheidigung,und wurde 53 Jahr vor Christi Geburt mit den Waffen in derHand erschlagen. Die Parther hieben ihm den Kopf ab, undtrugen ihn zu ihrem Könige Orodes, welcher ihm geschmolze-nes Gold in seinen Mund gießen ließ, und sagte: »Trink'»dich nun satt in diesem Metall, nach welchem„dein Herz unersättlich dürstete.«

Ungeachtet der gerechten Vorwürfe, die dieser Römer ver-diente, ist man doch gezwungen, ihm einiges Lob zu ertheilen»

Die Festigkeit, die er bei der Nachricht vom Tode seines SvhneSbewies, der in diesem unglückiichcn Feldzuge umkam, war dieFestigkeit eines Helden. Die Worte, die er zu den Umstehendensagte, als er sich genöthiget sahe, sich in die Hände des Suren»zu liefern, ehren sein Andenken nicht weniger. Er sprach zu ih,ncn: »Saget überall, wo euch das Schicksal hin»«führt, daß Crassus betrogen von den Feinden,»nicht aber ihnen von seinen Soldaten überlie-»fert, umkam.«

CRASSUS (Lucius Licinius), ein Römischer Redner,den Cicero oft lobte, zeichnete sich eben so sehr durch seineGelehrsamkeit, als durch seinen festen Character aus. Er stieß

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