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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CRATES

CRATINUS

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weiter wegen einer Ohrfeige, die er von einem gewissen Nico, ,dr 0 much erhalten harte, als daß er unten an seine aufgelaufeneWange schreiben ließ: Nicoäromus fecit.

Ob er gleich häßlich und bucklig war, so flößte er doch derHipparchia, der Schwester des Philosophen Metrvcles,die heftigste Leidenschaft ein. Er that alles, um sie von einemGeschmack abzubringen, der ihm eben nicht fein zn sein schien.

Er zeigte sich eines Tages ganz nackend vor seiner Liebhaberin.„Da siehe, sagte er zu ihr, den häßlichen Gemahl,„den du haben willst,- und — indem er seinen jStock undOuersack auf die Erde warf — „da sieh sein ganzes Ver-„ möge n. - — Da Hipparchia dennoch auf ihrer Liebe bestand,heirarhete sie der Cyniker; aber es ist abgeschmackt zu glauben,was Diogenes Laertius , Sertus Empiricus undApulejus erzählen, daß er seiner Frau vorschlug, die Hoch»zeit unter dem Porticus zu vollziehen, und daß sie darein willigte«Crates zeugte mit Hipparchia zwei Tochter, verheirathete sie anzwei seiner Schüler, und vertraute sie ihnen zo Tage vorher an,um zu sehen, ob sie mit ihnen leben könnten.

Er blühte um das Jahr 328 vor Christi Geburt. Man findetin den Epistolis Cynicis , ohne Angabe des Jahres IN derSorbonne gedruckt (ein seltenes Buch), Briefe von ihm.

CRATES, ein Akademischer Philosoph von Athen, und Schü« !ler des Polemon, dem er um das Jahr 272 vor Christi Ge- !burt in der Schule nachfolgte. Diese beiden Philosophen liebten jeinander beständig mit außerordentlicher Zärtlichkeit. Crateshatte Arcesilaus, Bion von Borysthenes , und Theodo-rus, den Stifter einer Sccte, zu Schülern. Er wurde vonseinen Mitbürgern zu mehreren Gesandtschaften gebraucht.

CRATINUS, einer der größcsten Meister in dem, was wirdie alte Komödie nennen. Er blühte in der 8i-Olympiade, ei«nige 2O Jahr vor Aristophanes. Er war ein Athenienser vonGeburt; scheint ein ausschweifender Trinker gemessn zu sein, 'und die Entschuldigung, die er diesem Laster gab, war, er müsseseine Phantasie schlechterdings envärmen, um seinen VersenGeist zu geben. Aristophanes giebt uns in seinem Friedeneine lustige Nachricht von seinem Tode, wenn er sagt, er seidurch eine Ohnmacht veranlaßt worden, die ihn beim Anblick ei-nes Fasses voll edeln Weines befiel, welches zersprang und dieStraße wusch. Suidas sagt, er habe 21 Komödien geschrieben.

CRATIPPUS,