CRILLON
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Mann gut schildern. In der Schlacht bei Montcontour, im Jahr1569, glaubte ein Hugenottischer Soldat feiner Partei einenwichtigen Dienst zu leisten, wenn er sie von dem furchtlosestenvnd getürchtelsten aller calholiftbed Generale befreie» könnte. Erstellte sich an einen Play, wo Crillon bei der Aurückkuuft vonder Verfolgung der Flüchtlinge notbwendig vorbei mußte. So-bald >hn dieser Fanatiker sahe, schoß er auf ihn. Ob Crillondadurch gleich am Arme schwer verwundet worden war, lief erdoch aus den Meuchelmörder los, erreichte ihn, und wollte ihneben durchstechen, als ibm der Soldat zu Füßen fiel, und umsein Leben bat. „Ich schenke dir's, antworte ihm Crillon;„und wenn man auf die Treue eines Menschen„rechnen könnte, der ein Rebell gegen seinen Kö-„nig, und treulos gegen seine Religion ist, so„würd'ich dein Wort verlangen, niemahls für ei-„neu andern als für deinen Souvera in die Waffen»wieder ?u ergreifen." Der Soldat, durch so viele s^roß-muth beschämt, schwor, sich auf immer von den Rebellen zutrenne», und zur catholischcn Religion zurück z» kehren.
Der junge Herzog von Guise, zu welchem Heinrich IV. ihnnach Marseille geschickt hakte, wollte versuchen, bis auf welchenPu-wt die Festigkeit Crillons gehen könne. Er ließ vor der Woh-nung dieses Braven Lärm schlagen, zwei Pferde vor die Tbüreführen, ging zu ihm, um ibm anzukündigen, daß die FeindeMeister der Stadt und des Hafens waren, und schlug ihm vor,zu emsiiehen, um den Ruhm des Siegers nicht zu vermehren.Crillon war kaum aus dem Schlaf aufgeweckt, als man ihmdas sagte, griff ohne bestürzt zu sein nach seinen Waffen, undbestand darauf, lieber mit dem Degen in der Haud zu sterben,als den Verlust des Platzes zu überleben. Guise konnte ihn vondiesem Entschluß nicht abbringen, und ging mit ihm aus seinemZimmer; aber mitten auf der Treppe brach er in ein heftigesGelächter aus, woraus Crillon sahe, daß alles bloßer Scherzfei. Nun nahm er eine ernsthaftere Miene an, als wenn er sichzu schlagen dachte, faßte des Herzogs Hand, mid sagte nach sei-ner Gewohnheit mit einem Fluche zu ihm: „Junger Mensch,„spaße nie wieder, um den Muth eines rechtschas-„fenen Kerls auszuforschen. Hattest du mich„schwach gefunden, so hatt'ick dich, so wahr ich„lebe, erstochen." Nach diesen Worten zog er sich, ohneweiter etwas zu sagen, zurück.
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