CROMWELL
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Den 16. December desselben Jahres würd' er unter dem Titelköre- Protector der drei Nationen von England, Schottland und iIrland mit der höchsten Gewalt bekleidet, in welcher Station erden g. September 16:8 starb , nachdem er die Angelegenheitendes Königrelches z Jahre mit großer Thätigkeit und Gcschicklich-keit, so unrechtmäßig er sich auch der Gewalr bemächtigte, vcr,waltet hatte.
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CROMWELL (Richarji), Sohn des Vorhergehenden, ifolgte seinem Vater im Prrkeckorat nach; da er aber weder sei-nen Muth noch seine Vcrsicllungskunst besaß, so wußt' er sichweder der Armee furchtbar zu machen, noch auch die Parteienm,d Seelen im Zaum zu halten, welche England theilten. Erwar ein mäßiger, in seinen Sitten einfacher, und eben so indo-lenter als sanfter junger Wann; erzogen in der Provinz, war ervon Intriguen und Betreibung der Geschäfte gleich weit entfernt,und hatte weder die Neigung, die Geschicklichkeiten, noch auchdie Talente, den Platz des Usurpatdrs einzunehmen. Vielleicht-'hatt' er die Grwalt seines Vaters behalten, wenn er 3 oder 4Osficiers, die sich seiner Erhebung widersetzten, hätte hinrichten jlassen wollen. Er wollte aber, spricht der Verfasser des Jahr-hunderts Ludewigs XkV. lieber die Regierung niederlegen, alSdurch Morde regieren. j
Das Parlemcnt gab ihm 200,000 Pfund Sterling, und \machte ihn verbindlich, den Pallast der Könige zu verlassen. Er !gehorchte ohne Murren, und lebte als ruhiger Privatmann, in jAusübung der geselligen Tugenden, zwar weniger mächtig, aber i' glücklicher, als sein Vater. Er brachte sein Leben bis auf 80 j'Jahre, und starb 1702, unbekannt in dem Lande, dessen Sru- !verän er einige Tage gewesen war. Nach seiner Nicderlegung !des Prvlectorais war er nach Frankreich gereist: der Prinz vcn >Conti, Bruder deö großen Condö, d.r ihn zu Montpellier |sahe, ohne ihn zu kennen, sagte eines Tages zu ihm: Olivi erCromwelk war ein großer Mann; aber sein SohnRichard ist einElender, weil er nicht wußte, vo»den Verbrechen seines Vaters Vortheil zuziehen.
Heinrich Cromwell, Richards jüngerer Bruder, wurde1654 von seinem Vater als Oberster nach Irland geschickt, und !erhielt IN der Folge das Gouvernement dieser Insel. Heinrichregierte nur so viel Sanftheit und Einsicht, daß man nie einer sosanften Ruhe genoß, noch den Handel so blühend sahe. Als
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