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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CYPRIANUS

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er sich durch die Festigkeit aus, mit welcher er denen unter denabtrünnigen Christen widerstand, welche Empfehlungen der Mär-tyrer und Beichtvater erschlichen, um wieder in den Schooß derKirche aufgenommen zu werden, die sie während der Verfolgungverlassen hatten. Wegen der Pbnitenzen, die ihnen vorgeschrie-ben werden sollten, berief er 251 eine Kirchenversammlung nachCarthago zusammen. Auf derselben Versammlung verdammteer den Priester Felicissimus und den Häretiker Privatus.Dieser letztere schickte an den Papst Cornelius, um seine Commu-nio» zu verlangen, und den H. Cyprian anzuklagen, der von sei-ner Seite keine Vertheidigung einschicken zu brauchen glaubte.Als ihm der Papst sein Befremden darüber bezeigte, antworteteer ihm eben so bescheiden als entschlossen: „Es ist unter uns„Bischöfen so hergebracht, daß wir das Derbre-„chen da untersuchen, wo es begangen wurde.«Und mit dieser Antwort an den Papst, spricht der weise Fleu-ry. klagte Cyprian zugleich über die Appellation an Rom, alseine notorisch unregelmäßige Procedur.

Eine nicht geringere Festigkeit zeigte er in dem Streite, dersich zwischen dem Papste Stephan und ihm über die Verrich-tung der Taufe durch Häretiker erhob. Mehrere zu Carthag»gehaltene Kirchenversammlungen entschieden, seiner Meinung ge-mäß , daß man diejenigen wieder taufen müsse, die von Häreti-kern getauft worden waren. Auf dem letzten erklärte der H.Cyprian, er wolle diejenigen nicht von seiner Gemeinde anssto«ßen, die eine der seinigen entgegen gesetzte Meinung hatten.Der heilige Bischof glaubte eine gute Sache zu vertheidigen, in-deß er eine schlechte unterstützte- Ob er sich aber gleich nach denDccrcten des Papstes St. Stephan nicht fügte (indem dieseDecrete damahls noch nicht für allgemein gültrge Entscheidungenanerkannt wurden), so hielt er doch eine beständige Eintrachtmit der Römischen Kirche.

Im Jahr 257 brach das Feuer der Verfolgung wieder aus,und Cyprian wurde nach Curube, 12 Meilen von Carthago,verwiesen. Nach einem Ersil von n Monaten würd' ihm jedochwieder erlaubt, sich in den bei Carthago liegenden Gärten aufzu-halten ; aber kurze Zeit darauf ergriff man ihn, um ihn zumTode zu führen. Er wurde den 14. September 258 enthauptet.

Der H. Cyprian hatte für die Wahrheit, die er mit seinemBlnte.besiegclte, viel geschrieben. Lactantius halt ihn fürden ersten wirklich beredten Christlichen Schriftsteller. Der

S 3 H. Hie«