DONATUS
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Diese Sektierer, die durch mehrere Concilien verdammt wor-den waren, wurden in der berühmten Confcrenz, welche 411 zuCarthägo zwischen den katholischen und Donatistischeu Bischöfengehalten wurde, aus aller Fassung gebracht. Der HeiligeAug »st in, der für die Catholiken sprach, diScouticrtc alle 'Quastione» derselbe». Die 286 Bischdffc, welche diese Ver-sammlung anöniachten, erboten sich aus Ueberzeugung, ihreStühle zu Gunsten derjenigen Dvnatistischen Bischöfe, die sichwieder mit der Küche vereinigen würden, zu verlassen, wenn esdas catholische Volk mit Widerwillen zu leiden schiene, daß zweiChefs auf emselbcn Stuhle sitzen.
Die Beredsamkeit und Sanftmuth deö H. Augnstin, verbun-den mit dem Edelmuth dieser Prälaten, konnten dieses unglückli- ^che Schisma nicht ganz ausrotten, dessen Anhänger eine Mengeungeheurer Irrthümer annahmen. Sie behaupteten, „die«wahre Kirche sei durchaus zu Grunde gegangen, ausgenommen«in der Partei, die sie in Africa hatten; sie betrachteten alle«übrigen Kirchen als entheiligt, und in BlindheOliegend; die«Taufe und alle andern Sakramente, die ausserhalb der Kirche,«das heißt, ausserhalb ihrer Secte, ertheilet würden, seien null«und nichtig, und dem zu Folge tauften sie alle diejenigen wie-«der, die aus der katholischen Kirche zu der ihrigen übergingen.«
Sie unterließen nichts, ihre Seele auszubreiten: List, Insi-nuation, verführerische Schriften, offenbare Gewaltthätigkeiten,Grausamkeiten, Verfolgungen der Catholiken.
Diese durch die vielen Bischöfe, welche sie unterstützten, fürch-terliche Trennung in der Kirche, hakte vielleicht noch langer ge-datiert, wen» sich die Donatisten nicht bald in mehrere kleineylebcnzweige getheilt hatten, die unter den Namen der Clau-dianisten, Rogatisten undUrbanisten bekannt sind End«lich entstanden bei Gelegenheit der doppelten Wahl des Pris-cian und Marimian zu ihrem Bischof, um das Jahr 392oder zyz, noch zwei neue Zweige: die Priscianisten undMarimian ist en. Sie subsisiiertcn noch bis zur EroberungAfrica's von den Vandalen, und man findet noch in der Kirchcn-geschichte des 6. und 7. Jahrhunderts einige Spuren von ihnen.
Einige Schriftsteller beschuldigten die Donatisten, die Irrthü-mer der Ariancr angenoinwe» zu haben, weil Donat, ihr Stif-ter, denselben zugethan war; aber der H. Augustin spricht sie da-