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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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DUERER

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stechen und Formschneiden war er vortrefflich, und besaß dieMarlieniatik sehr gründlich. Er machte sich gleich mit seinenersten Werken berühmt; er arbeitete am Hose deö Kaisers Maxi-milian I. und wuroe von ihm geadelt, war auch bei Kaiser CarlV. und seinem Bruder, König Ferdinand, sehr wohl angesehen.Cr stiftete mit den vornehmsten Künstlern seiner Zeit genaueFreundschaft, unter welchen Raphael und Lucas vonLeyden nahmhaft gemacht werden. Seine Gemählde sind hinund wieder in den Gallerien großer Herren zu sehen. Dieservortreffliche Mann starb 1528 im 58. Jahre zu Nürnberg, undwurde in die St. Johanniskirche begraben.

Man bewundert an seinen Werken eine lebhafte und fruchtbareEinbildungskraft, ein erhabenes Genie, meisterhafte Pinsclzäge,eine sehr fleißige Ausarbeitung, und eine richtige Zeichnung,daher zu wünschen wäre, daß er eine bessere Wahl in den Ge-genständen, welche ihm die Natur zeigte, getroffen hatte; daßseine Ausdrücke edler, sein Geschmack in der Zeichnung wenigersteik, seine Manier etwas angenehmer sein, und daß er endlichdie Luftperspective in Brechung der Farben besser beobachtet ha-ben möchte. Seine Landschaften sind wegen ihrer angenehmenUnd sonderbaren Lagen beliebt. Seine Kupferstiche und Holz-schnitte sind in hoher Achtung: die crsiern verdienen die Bewun-derung der Kenner wegen der Feinheit seines Grabstichels, da ssezumahl als die ersten Arbeiten einer neuen Kunst anzusehen sind;in Ansehung der Holzschnitte, eine Kunst, die er vermuthlich beiPlevvenwurf lernte, muß man sich wundern, daß dieseralte Meister so viel Ausdruck und Haltung, so viel Character inden Köpfen anbringen konnte, und daß alles so gut ausgeführtist. Einige von diesen letztem sind in Helldunkel gearbeitet undgeben an Schönheit der Arbeit des Hugo da Carpi nichtsnach.

Seine mit dem Grabstichel verfertigten Blätter werden auf94 Stück geschützt; 4 stach er in Zinn lind 6 sind geätzt. Ueber-dieß findet man 2 02 Holzschnitte, die mit seinem Namen be-zeichnet sind. Einige andere sind von verschiedenen Meistern inKupfer gebracht, die aus Copien nach seiuen Kupferstichen,Zeichnungen und Gemählden in mehr als 202 Stücken bestehen.Endlich schrieb Duerer auch einige Bücher

Ueber Sie Geometrie, die Perspective, die Fortisicakionund die Proportion des menschlichen Körpers.

Zweiter Theil. F f Man