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DYER
Tizian und Paul Veronese seine Muster waren. Erhielt sich eine geraume Zeit zu Genua auf, und arbeitete, nachseiner Aurückkunft für verschiedene Fürsten. Hernach ging erauf eine kurze Zeit nach Frankreich, und darauf nach England.König Carl l. behielt ihn durch viele Gutthaten in seinen Dien-sten, machte ihn zum Ritter des Bades, gab ihm sein mit Dia-manten besetztes Bildniß, nebst einer goldenen Kette, eine Woh-mi!!g und eine bestimmte ansehnlicheSiimme für seine Gemählde.Vandyck heiratbete die Tochter des Grafen Gvrre, führte einesehr prächtige Lebensart, und machte auf viele Weise einen großenAufwand, welches ihn nöthigte, ferne Kunst fleißig zu üben. DieEilfertigkeit, mit welcher er gegen das Ende seines Lebens ar-beitete, machen seine letztem Werke bei weitem nicht so schätzbar,als die erstem waren, au die er mehr Zeit und Sorgfalt wandte.Er starb 1641 im 42. Jahre, und wurde in der St. Paulskirchebegraben.
Dieser große Schüler Rubens übertraf denselben in Bildnis-sen. Seine Köpfe sind bezaubernd und so natürlich, daß sie dasAuge in eine angenehme Verwirrung setzen. In den Stellungenwar er Meister. Sicht mau seine historischen Stücke an. so wirdein Kenner urtheilen, daß er zwar in einigen Gemählden seinemLehrmeister gleich gekommen sei, überhaupt aber weniger Genieund Feuer gehabt habe. Vaudyck war dazu geboren, der vor-trefflichste Bilduißmahlcr zu sein; Colorit, Kenntlichkeit, Zeich-nung der Köpfe und Hände — alles muß an ihm bewundertwerden. Viele selbst geatzte Köpfe machen diesem berühmtenKünstler Ehre, sie sind leicht, aber mit einer meisterhaften Handgcai beitet. Einige sind nach Tizian, die meisten aber nach seineneignen Zeichnungen. Alles, waö nach ihm gestochen worden,wird von M. Oesterreich auf;;o Blatter geschätzt.
DYER (John), ein Englischer Geistlicher und vortrefflicherDichter, 1700 geboren, starb 1758- — Sein Character, alsSchriftsteller, wurde durch z Gedichte
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bestimmt, worin eine vollkommen originelle dichterische Einbil-dungskraft, eine natürliche Einfalt, welche mit wahrer Erha-benheit verbunden, und oft die Schöpferin derselben ist, unddie wärmsten Gefühle des Wohlwollens und der Tugend» allge-nrein bemerkt und bewundert wurden.