Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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EUCLIDES

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It 5 , einer von ihnen , nicht etwan die Kunst zu räsonnieren,sondern die Kunst, durch eben so leere als barbarische Subtilita-ten die Vernunft zu verdunkeln, in ein System brachte. DerSophist, denn Menschen der Art sind des Namens Philosophnicht würdig, war der Erfinder verschiedener Spitzfindigkeiten,die für Thoren, die sich damit abgaben, so verfänglich waren,daß mehrere seiner Schüler aus Gram, sie nicht auflösen zu kön-nen, gestorben sein sollen. Diese Thorheiten, die Schande desmenschlichen Geistes, gingen in den Jahrhunderten der Unwis-senheit aus den Schriften der heidnischen Philosophen in einigechristliche Schulen über. Der Dialektiker Abe lard führte siedarin mit vielem Glänze ein. — Welchen Nutzen hat man aberdaraus lgezogen, fragt ein Mann von Geist? Welches sind diephilosophischen Dogmen, welche die Nomina listen undRealisten, die Thomisten und Scotisten aufklarten?Diese wichtigen Vernünftler thaten nichts, als daß sie die Zwei-fel vermehrten, Wolken zusammen zogen, und die Wahrheit un-ter ein Gewebe von räthselhaften Ausdrücken verbargen. DieSchulen waren oft Schlachtfelder, und — was noch weit trau-riger ist — Sophisten, die aus diesen Schulen kamen, bedientensich dieser unseligen Dialektik, den Grund der Moral zu unter-graben.

EUCLIDES , der Mathematiker, von dem dialektischen So-phisten sehr verschieden, war von Alerandricn, wo er unter demPtolemaus Lagi die Geometrie lehrte. Er hinterließElemente der Geometrie in iz Büchern,wovon die beiden letztem dem Hypsicles, einem Mathe-matiker von Alcrandrien, zugeschrieben werden. Sie enthalteneine Verkettung von mehreren Probleme» und Theoremen, dieeins aus den andern gezogen, und durch die ersten Principe be-wiesen sind. Es ist kein wichtigeres Werk über diese Materi«aus dem Alterthume bis auf nns gekommen, und es war langeZeit das einzige Buch, aus welchem die Neuern ihre mathema-tischen Kenntnisse schöpften.

Die besten Ausgaben der Elemente des Euclideö sind die vonNarrow, London 1678 in 8. von David Gregory, Ox-ford 1703 in Folio. Die letztere wird mehr geschätzt, und istGriechisch und Lateinisch. — Der König Ptolemaus wollte einSchüler des Euclides werden; aber abgeschreckt durch die erste»Schwierigkeiten, fragte er, ob es keinen leichtern Weg die Geo-

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