Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
Seite
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EVERDINGEN

EUGEN! US 89

e EVERDINGEN (Aldert) , ein Mahler von Akcmaer,

i lernte^ bei Roland Savery und bei Perer Molyn,

r welche er beide übertraf. Er mahlte Landschaften. Seestücke

t und Stürme, in deren letzter» er alles das Schreckliche vorzu-

r stellen wußte, was sie characterisicrr. Seine Lüfte und Fernen

e sind schön. Oefters brachte er in seinen Gemählden Wasserfälle

r an. Eine Reise durch das Baltische Meer gab ihm Gelegenheit,

r verschiedene Aussichten von Nordlandern abzuzeichnen. Sein

Colvrit ist vortrefflich, auch seine Figuren und Thiere sind wohl

gezeichnet. Er starb als Diaconus der reformierten Kirche zu

' Alcmaer 1675 im 54. Jahre feines Alters. — Er radierte mir

° einer sehr geistreichen Manier, und in sehr ländlichem Ge»

1 schmücke, nach seinen eigenen Erfindungen, unter andern icq

' kleine Landschaften, ferner 57 Blätter zu einem Deutschen

' Bücke, die Betrügereien des Fuchses betitelt. Er

hinterließ drei Söhne, von welchen zwei berühmte Mahler

8 wurden.

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EVERDINGEN (Caesar van), Alderts Bruder, lernteV bei Johann van Brankhorst. Er mahlte vortreffliche

historische Stücke mit lebensgroßen Figuren und Porträten, undwar einer der besten Baumeister seiner Zeit. Seine ZeichnungJ ist richtig und seine Färbung stark. In seiner Zusammensetzung

zeigt er eine feine Beurtheilnngskraft, und überhaupt ungememviel Feuer in allen seinen Gemählden. Er starb »679 im 7z.Jahre seines Alters.

EVERDINGEN (Johann van), beider Obigen jüngsterBruder, wählte sich meistens leblose Gegenstände, die er meister-hast vorstellte. Seine Gemählde sind sehr selten, und werdentheuer bezahlt, weil er nur zu seinem Vergnügen arbeitete. Erstarb 1656.

EUGENIUS II. ein Römer, Papst nach Pascha! I. imJahr 824, starb 827. Man kann sich von seinem Geiste keinegroße Idee machen, wenn es wahr ist, wie mehrere Schrift-steller versichern, Laß er die Wasserprobe einführte. Wenn je-mand angeklagt wurde, unterwarf man ihn dieser Probe, einetder beweincnswürdigsten Rarrhciten der Jahrhunderte der Unwis-senheit. Man segnete das Wasser ein und erorcisierte es, banddem Angeklagten Hände und Füße, und warf ihn hinein. Fiel«r zu Boden, so würd' er für unschuldig geachtet; schwamm erüber dem Wasser, so würd' er für schuldig erklärt. Diese un,

F 5 glücklich«