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EULER
dezbänden, enthält einige merkwürdige Dinge, ob sie gleich oftnichts, als eine Compilation aus den Zeitungen ist.
EULER (Leonhard), Mitglied der Akademien zu Paris,Petersburg und London, 1707 von einem protestantischen Predi-ger zu Basel geboren. Nachdem er seine ersten Studie» vollen-det hatte, widmete er sich seinem Vater zu Gefallen der Theolo-gie und den Morgenlandischen Sprachen, aber ein unwidersteh-licher Hang, den er schon früh zur Mathematik empfand, zogihn bald zu derselben zurück. Seine Verbindung mit Ni co-las und Daniel Bernoulli beschleunigte seine Fortschrittein der Laufbahn der Wissenschaften. Als diese beiden berühmtenMathematiker im Jahr 1725 nach Petersburg berufen wurden,luden sie ihn zwei Jahre darauf ein, sein Vaterland zu verlassen,«nd sich zu ihnen zu begeben». Er bereicherte die Sammlungender dasigen Academie mit mehreren Memoiren, die zwischen Da-niel Bernoulli und ihm eine Nacheiferung erweckten, die nie inNeid ausartete. Nicht zufrieden, den Calculum integralem zuvervollkommnen, erfand er auch den Calculum siuuum, undsimplificierte die analytischen Operationen. Der Ruhm, denihm sein tiefes und unerschöpfliches Genie erwarb, drang bis zuden Ohren der Fürsten. Der König von Preußen lud ihn 174t«in, nach Berlin zu kommen, um der unter seinen Auspicien sichbildenden Academie einen größern Glanz zu geben. Er brachte25 Jahre in dieser Stadt zu, und erhielt nur mit Mühe die Er-laubniß, wieder nach Petersburg zurück zu kehren. Kaum warer daselbst angelangt, als er von einer heftigen Krankheit ange-fallen wurde, die ihn des Gesichts beraubte. Seine Thätigkeit,selbst die Fruchtbarkeit seiner Feder wurde durch diesen Verlustnicht vermindert. Die besondere Starke seines Verstandes er-setzte ihm den Mangel der Augen. Er hörte nicht auf zu arbei-ten, biö an seinen Tod, den 7. September 178Z.
Er war zweimahl verheirathet gewesen, und hatte 13 Kindergezeugt, wovon der älteste Sohn seit langer Zeit auf der Bahnseines Vaters geht. Eine immer gleiche Laune, eine sanfte undnatürliche Lustigkeit, eine gewisse Causticilät mit Bonhommievermischt, eine naive und gefällige Manier zu erzählen, und eingroßer Schatz von Gelehrsamkeit, machten seine Unterhaltungangenehm und nützlich. — Außer seinen großen Kenntnissen inder Mathematik und der Geschichte, wußte er in der Physik,Botanik und Chemie mehr, als man von irgend jemanden er-warte«