Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FAUR rzy

Alhen und nachmahls zu Rom mit großem Ansehen. Adrianfand ein Vergnügen darin, ihm zu widersprechen.

Man sagt, Favvrinus habe sich über drei Dinge verwundert:„daß er, als ein Gallier, so gut Griechisch sprach; daß er, als«ein Verschnittener, des Ehebruchs beschuldiget wurde, und, als„ein Feind des Kaisers, noch lebe.«

FAUR (Gui du), Herr von Pibrac, ,528 zu Ton»louse auS einer angesehenen Familie geboren, glänzte alS Advo-cat in dieser Stadt. Er reiste in seiner Jugend nach Italien,um sich in der Kenntniß dcö Rechts zu vervollkommnen. Nachseiner Jurückkunfr würd' er zum Juge-Mage erwählt. Als Ab-geordneter von den Staaten von Orleans, 1560/ legte er demKömge im Namen der Stadt Toulouse die Beschwerden vor, dieer selbst aufgesetzt hatte. Einige Zeit darauf ernannte ihn CarlIX. zu einem seiner Gesandten auf dem Tridenrinischen Conci-lium. Er behauptete darauf mit vieler Beredsamkeit daS Inter-esse der Krone und die Freiheiten der Gallicanischen Kirche. DerKanzler von L'Hopital, der von seinem Verdienst tief durch-drungen war» machte, daß ihm 1565 die Stelle des General-Advocaten im Parlement von Paris gegeben wurde.

Pibrac erweckte die Vernunft und Beredsamkeit im Barreauwieder, welches seit langer Zeit in Barbarei und Jndccenz ge-fallen war. Im Jahr 1570 würd' er zum Staatsrath ernannt.Zwei Jahre darauf schrieb er seine berühmte

Apologie de la St, Bartheltmi;

aber man glaubt, daß er sich nicht eher an diese Acte machte, dieder Sanftheit seines Charactcrs so entgegen ist, bis er durch ho-hen Befehl dazu genöthiget wurde.

Als der Herzog von Anjou die Krone Polen bekommeki hatte,begleitete Pibrac diesen Fürsten, und beantwortete in seinem Na-men die Reden der Unterthanen. Der neue König erfuhr denTod seines Bruders, verließ Polen heimlich, und ließ Pibracin Cracau zurück, dem Zorne der Polen ausgesetzt, welche dieFlucht des Königs an der Person seines Ministers rächen woll-ten. Er kam glücklich nach Frankreich zurück, von wo aus manihn wieder nach Polen sandte, um seinem Gebiether die Kronezu erhalten, welches ihm aber nicht gelang.

Nach seiner Zurückkunft nach Frankreich war er glücklicher,denn er bewerkstelligte zwischen dem Hofe, und zwischen den Pro-testanten