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Christus ein adoptierter Sohn Gottes sei. Er kam auf folgendeWeise auf diesen Irrthum. Die Muhamedauer, mit welchenSpanien damahls angefüllt war, behandelten alle diejenigen,welche mehrere Personen in der Gottheit annahmen, als Götzen-diener. „Sie erkannten (spricht der Abbe'Plüqu et) Christum'„als einen großen Propheten an, welcher den Geist Gottes hät-„te; konnten es aber nicht ertragen, daß man ihn Gott und ver-„möge seiner Natur Gottes Sohn nannte. Die Juden halten„damahls, uud haben gegenwärtig noch diese Grundsätze, ob«„gleich die Propheten den Messias als den wirklichen Sohn Gor«„tes ankündigten. Um diese Schwierigkeiten zu beantworten,„ ohne doch dem Dogma von der Einheit Gottes Eintrag zu thun,„sagten die Christen von Spanien, Christus sei nicht von Natur,„sondern durch Adoption Gottes Sohn. Es scheint, daß diese„ Antwort von den Priestern zu Cordua angenommen wurde, und„in Spanien ziemlich allgemein war. Elipand, der ein„Schüler von Felir von Urgel gewesen war, fragte ihn,«was er von Christo denke, und ob er ihn für einen natürlicher?„oder adoptierten Sobn Gottes halte? Felir antwortete, Chri»„stus sei nach der menschliche» Natur nichts als der adoptierte„oder nuncupative, d. h. bloß dem Namen nach der Sohn Got-„tes, und behauptete diese Meinung in seinen Schriften. Da„nach Felir von Urgel Christus ein neuer Mensch war, so mußt'„er auch einen neuen Namen haben. Wie wir in der ersten Ge-„burt, durch welche wir nach dem Fleische geboren werden, un-„ fern Ursprung nicht anders als von Adam herleiten können, so„bekommen wir in der zweiten, in der geistlichen Geburt, die„Gnade der Adoption nur durch Christum, welcher die eine wie„die andere» und zwar die erstere durch die Jungfrau, seine„Mutter, und die letztere in seiner Taufe erhielt. In seiner„Menschheit ist Christus der Sohn Davids Gottes Sohn.„nun aber ist es, sagte Felir, unmöglich, daß ein Mensch zwei„natürliche Vater habe» kann; einer ist daher der natürliche,„der andere aber angenommen."
Die Irrthümer des Felir von Urgel wurden auf den Kirchen-versammlungen von Regensburg im Jahr 792, von Frankfurt794, und von Rom 799 verdammt. In dieser letzten Versamm-lung wurde Felir von seinem Bisthum abgesetzt, und nach Lyonverwiesen. Er starb um das Jahr 8>8.
FELL. Man sehe den Artikel FQX (George),
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