Ein bescheidenes und einfaches Betragen erhöhte das Ver-dienst seiner Kenntnisse. Man hat von ihm ein
Journal des Obfervations Phyfiques, Mathe'matiques fe* Bo-taniques , faites fur les cotes de l'Amerique meridionale &a la NouveÜe-Efpagtie, Paris 1J14. fe 1 17.25 , avol. in
Dieses in einem harten Styl geschriebene, aber genaue undinteressante Journal kann den Reisenden zum Muster, unddenen, welche in America schiffen, zum Compas dienen.Nach seiner Zurückkunft aus dein Südmeer übergab er den»Könige ein dickes Volumen in Folio, worin er alles, wasdieses große Land an Seltenheit hat, nach der Natur ge-zeichnet hatte. Dieses interessante Werk befand sich. wiedas
Journal de fon voyage aux Canariis , juc Bestimmungdes ersten Meridians, im Original in der königliche»Bibliothek; am Ende dieses Journals hat er eine kurzge-faßte Geschichte dieser Inseln angehängt.
FEVRE (Claude le) , ein Mahler von Fontainebleau,lernte bei Enstachius le Süeur und Carl le Brün.Er erwarb sich durch Porträte einen großen Ruhm. welche Gat-tung er nach le Brüns Rathe wählte. Er hatte »ngemeine Ta-lente , die Aehnlichkeir und gewisser Maßen den Character aus-zudrücken. Seine Pinselstriche waren wohl angebracht und geist,reich, seine Färbung frisch und reitzend. Er mahlte auch einigehistorische Stücke mit gutem Erfolg. Er ward -66g Mitglsedder königlichen Academie zu Paris, und nachher Professor. Erarbeitete zu Venedig, wo er sich so lange Zeit aufhielt, daß erbei seiner Iurückkunft den Beinamen der Venetianer er-biet. Er ging nach England, und starb daselbst 1675, jm 42.Jahre seines Alters. Er hat vier Porträts, nämlich seiner Mut-ter, Roger's de Piles, Carl Patin's und Alerander Boudanseigenhändig radiert; die übrigen Kupferstiche nach ihm werde»auf Z5 Blatter geschätzt.
FEVRE (Gui le), Herr von la Boderie, 1541 zuBvderie in der Nieder-Normandie geboren, ein großer Kennerder Morgenländi scheu Sprachen, hatte vielen Antheil an der be-rühmten Antwerpischen Polyglotte, die dem AriaSMontanus anvertraut wurde, wozu er jedoch nicht so vielbeitrug, als man gemeiniglich glaubt. Le Fevre begab sich miteinen, seiner Brüder zur Ausführung dieses großen Werkes nach
Lrrtter Theil. O Ant-