26©
FOLENGO
Schüler sagt zum Lobe des Meisters mehr, als ein langer Pane-gyricus. Der Ritter Folard setzte seine neuen Entdeckungen inseinen
Commeniaires fur Polybe , 17.27, 6 vgj. in 4.
aus einander. Man vermehrte sie noch in Holland mit einem7. Bande. Der Verfasser kann mit Recht der neue Vege-tius genannt werden. AIs Gelehrter betrachtet, wußt'erakleö das, was er zur Belehrung für geschickt hielt, aus denverborgensten Lchellen zu schöpfen; und als Kriegsmann setzt' eres mit vieler Einsicht aus einander. Die Sachen sind vortreff-lich, aber die Form derselben ist nicht so angenehm. Der Ucber-flusi an Ideen veranlaßte eine Verschwendung der Worte. SeinStyl ist nachlässig, seine Bemerkungen hängen mit einandernicht zusammen, seine Digressionen sind entweder nutzlos, oderallzu lang.
Man hak auch von diesem geschickten Manne ein Buch
Nauvelhs JDe'couvertes für 1a Guerre, in in. Die Ideen darinsind eben so gründlich, und methodischer vorgetragen, als !in seinem Commentar.
Tro.it i de 1 a Defence des Places, ‘ |
Tratte du Melier de Partisan , eine Handschrift, welche der jMarschall von Belle-Jsle besaß. j
Der Ritter Folard starb 1752 zu Avignon. Wenn er große Ta-lente hatte, so besaß er nicht minder große Tugenden. Er hatte einziemlich großes Glück machen können; aber seine Verbindungenmit den Vertheidigern der Wunder. welche man dem Mr. Pariszuschrieb, machten, daß ihn der Cardinal Fleury mit einem un-gestümen Auge betrachtete.
Wer diesen großen Mann besser kennen lernen will, lese die
Memoires pour fervir d l'hifloire de Mr. le Chevalier de Folard, \
die 1753 in i2. zu Paris unter dem Druckort Regensburg her» !auskamen. j
FOLENGO (Teofilo) , bekannter unter dem Namen !MERLINO COCCAJO, stammte aus einer edeln Familie vonMantua her. Seine Jugend war sehr stürmisch. Er studiertedie Humaniora mirer Nirago Coccajo, und ging sodannnach Bologna, die Philosophie daselbst unter P et.e r Pom-ponaciuö jj» studieren. Sein Pater wollte, daß sein erster
Lehrer