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FORSTNER
FORT
FORSTNER (Christoph), 1598 geboren, starb 1667,und gab in einem 'Alter von iy Jahren ein Werk über die Poli-tik heraus. Nachdem er in Deutschland studiert hatte, gng ernach Italien, wo Johann C ornaro, Doge von Venedig,so großen Geschmack an ihm fand, daß er ihn mit- dem Ov ens-daude deS H. Marcus ehrte. Forstner kanr in der Folge nachFrankreich, und kehrte nach Deutschland zurück. Er wurde bei ^den Ve>Handlungen des Münstersche» FriedenS gebraucht, undzeigte hierbei so viel Klugheit und Fähigkeit, daß ihm der Grafvan Trantmaunödorf, Bevollmächtigter des Kaisers, dieQualität eines Hofraths verschaffte.
Außer seinen
Hypomnemata politica, i6sj in 8.hat man von ihm:
De Principatu Tiberii ;
Notae politicae ad Tacitum
und eine
Sammlung seiner Briefe über den LNünsterfchen Frie-den, u. a. m.
FORT (Franijois le) , aus einer patricischen Familie 'von Genf, wurde 1656 in dieser Stadt geboren. Eine starkeNeigung zu den Waffen machte, daß er in einem Alter von 14Jahren das väterliche Haus verließ. Nachdem er in Hollandals Volontär gedient hatte, ward er unter dem Regiment einesDeutschen Obristen in Diensten des Czaarö Lieutenant.
Le Fort war von einer glücklichen Physiognomie, kühn, unter-nehmend , großmüthig, und sprach 4 oder 5 Sprachen ziemlichgut. Er war nicht gelehrt, hatte aber viel gesehen, und zwarmit dem Talente, gut und recht zu sehen. Peter derGroße,der den Plan gefaßt hatte, seine Nation zu cultivieren, lernt'ihn kennen, und liebte ihn. Die Vergnügungen, sagt der Ver» -fasset- der Geschichte dieses Kaisers, fingen seine Gunst an, unddie Talente befestigten sie. Im Jahr 1696 erhielt Le Fort das |
Commando bei der Belagerung von Azof. Er zeigte dabei inder Kriegskunst so viel Geschicklichkeit, daß ihm der Czaar dasGeneral - Commaado über seine Truppen zu Wasser und zu Lan-de , mit dem Titel Ämbassadbr und Bevollmächtigter an allen >
fremden Höfen, gab. Le Fort hatte an allen Veränderungen !
Theil, wodurch Peter I. seinem Reiche, ein neues Leben gab. j