G A VE ST ON
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»var Eorrespvndent fcrv Acaoemie der Wissenschaften zu Paris,Mitglied der Academie zu Petersburg , und Dolmetscher amHefe zu Peking. Er war in der Chinesischen Litteratur sehr er»fahren, und schickte dem Pater Souciet und Frerer vieleMemoiren, die in ihren Werken davon Gebrauch machten»Wir haben von ihm eine guie
' Geschichte Genghinskann, 1739 in 4. und
die Ueberseynng des Lbrnking, Paris, 1771 in 4.
Der Pater Gaubil war emer von denen Manne.-n, welchealles wissen, und zu allem geschickt sms. Die Chinesischen Lch«rer selbst bewuuoerten eS oft, wie sich ein Fremder so gut inden Besitz ihrer Wissenschaften setzen konnte. Er ward, so zusagen, ibr l'eluer, Er erläuterte ihnen die schwersten Stellenihres King,, und zeign: ihnen eine Kenntniß ihrer Geschichte»die bei'einem Manne, der aus dem äußersten Ende der Welt znihnen kam, zum Erstaunen war. Man sehe das Elogium desPacer Gaubil im zr. Bande der
Littst s t,urüufis et edifiantes » Paris, 1774,
GÄVESTON (Pierre de), Günstling Eduards II. KönigsVon England, im Jahr rzoü, war der Sohn eines GasconischenEdelmanns, rvelchcr Eduard!, wichtige Dienste geleistet hatte.Er war ein junger Etourdi, mir Talenten begabt, irwol, ge-schickt, einschmeichelnd, unternehmend, eben so fähig, sichder einem schwachen Fürsten in Ansehen zu setzen, als die Gunstdesselben zu mißbrauchen. Eduard!, hatte ihn ex,uictt, undseinem Sohn das Versprechen abgenommen, ihn immer vonfrei? entfernt zu halten. Aber sobald dieser Prinz zur Krone ge-langt war, rief er den Gasronier zurück, uno gab ihm die Graf-schaft Cvrnwallis. Dieser Günstling, der gewißcrmaßen derSchiedsrichter der Regierung geworden war, brachte jedermanndurch seinen Stolz und seine Insolenz gegen sich auf. Als Edu-ard II. sich mit Jsabelle von Frankreich , der Tochter Philippsdes Schöne», vermahlt hatte, verzieh die junge Königin dem Ga-veston die Gewalt nicht, die er über ihren Gemahl harte. DerGraf von Lancaster, erster Prinz vom Geblüt, unterstützte diePlane dieser Princeßiu, und stellte sich an die Spitze der Ba-ronen, die ihn zu stürzen entschlossen waren. Sie versam-melten sich im Parlament zu Westmünster, verlangten seinErst!, und luden die Bischöfe ein, ihre Absichten zu begünsti-gen. Eduard war gezwungen nachzugeben; indem er aber fei*
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