GEEST
GEIER
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schaftlich eingenommen, daß er glaubte, der Geist aller Natiorneu sei schwacher geworden, und die große Dichtkunst, die gro-ße Beredsamkeit sei mit den Fabeln der Griechen verschwunden.Diese Ideen zeigen, daß der Abbe Gcdoyn,' der mehr Ge-schmack, als Gr ündlichkeit des Geistes besaß, nicht geschickt war»eine Parallele zwischen den Alle», und Neuern zu ziehen.
Seine vorzüglichsten Werke sind: eine
Französische Uebersetzung des G.uintilian, in 4. und in12. Zwar nichts, als eine Uebersetzung; aber der Verfas-ser machte sie durch die vortrcfliche Vorrede, womit er siezierte, und vorzüglich durch die Reinheit und Zierlichkeit desStyls zu einem Original. Der Abbe' Gedoyu übersetzteden Ouintilian nicht so, daß er wie ein Sclav nach einerängstlichen und buchstäblichen Genauigkeit strebte; sondernwie ein Mann, der seinen Gegenstand vollkommen rnnc hat,und ihn mit der Sicherheit eines Meisters, und zwar einesMeisters, der sich vielleicht manchmahl zu viel Freiheitnahm, behandelt. Eine
Aebersetzung des Pausanias, 2 Bande in 4. Richtig,treu, elegant, und mit gelehrten Anmerkungen geziert.
Oeuvres diverses, Paris, 1745 in is. Eine Sammlung imallgemeinen sehr nützlicher kleiner Dissertationen über mora-lische und litterarische Gegenstand«, die zierlich aber ohneFeinheit geschrieben sind.
GEEST (Wybranb van), ein Mahler aus Frießland,war bei seinen Zeitgenossen in historischen Stücken sehr berühmt,auch in Italien hielt man viel auf ihn, und nannte ihn daselbstgewöhnlich den edlen Frießlander. Von seinem Fleiß im Stu-dieren nach den Antiken kann die- Sammlung von Statuen, wel-che 1702 zu Amsterdam heraus kam, zeugen: er zeichnete in den-selben eines jeden Meisters Manier genau nach und merkte denOrt an, wo sie sich befinden. Er blühte um das Jahr 162a.Suydenhoef, Sybes u. a. haben nach ihm iu Kupfer ge-stochen.
GEIER (Martin), Professor der Hebräischen Sprache,wurde 1614 zu Leipzig geboren, und starb i6gi. Man hat vonihm vortreflich«
Lommemar« über den Prediger und die SprückrvörterSalomonis, über Daniel und die Psalmen, in Lateini-scher Sprache,