Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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GELDER

GELEE

Geschichte ört Bischöfe von Utrecht, alle zusammen tueinem einzigen Guartbande, Leiden 1611* Es sinddarin viele wichtige Untersuchungen, aber wenig Annehm-lichkeiten.

GELDER (Arnold), ein Mabler von Dortrecht, lerntebei Samuel Hoogstraaten und Paul Rcmbrand, beiwelchem er es so weit brachte, daß er mit ibm um den Rangstreiten durfte. Seine Arbeit wurde sehr geschätzt, und in außer-ordentlichem Preise bezahlt. Er arbeitete in seiner Geburtsstadt,und starb daselbst 1727 im 82. Jahre seines Alters.

Gelder folgte Rembrand in allen Theilen, besonders in derManier seine Figuren zu bekleiden; er kaufte zu solchem Endealte Kleider, Fahnen, Seherpen, Stiefeln u. s. w. so daß seineWerkstatt eiiier Trvdlerbuee glich. Er setzte seine Geschichtenmit vielem Verstände zusammen, beobachtete aber daS Ueblichenur schlecht. Hingegen wußt' er die Charactei- und Ausdrückeseiner Figuren vielfach abzuändern. Die Farben trug er sehrdicht auf, und bediente sich hierbei öfters der Finger und desFarbenmessers. Den Pinselstiel brauchte er, einige Züge in dieaufgetragenen Farben zu machen, welche in einer gewissen Ent-fernung eine wunderbare Wirkung thun. Die Franzen undStickereien sind oft völlig erhoben. Sein Colorit ist vortrefflichund goldfarbig. Wenige Gemählde können die Nachbarschaftder seinigen aushalten.

GELDORP oder GELSDORF, ein Beiname von GQRZIUS( Gualdorp).

GELEE (Claude), le Lorrain, der Lothringergenannt, ging als Pastetenbacker- Junge nach Rom, wo er ausMangel der Arbeit bei Augusti n Ta sso, dem besten Land»schaftenmahler seiner Zeit, in Dienste kam. Er ward nach vie-lem angewandten Fleiß und überwundenen Schwierigkeiten beiihm ein vortrefflicher Mahler.

Er wurde um das Jahr 1600 zu Chamagne in Lothringen ge-boren , und starb 1682 zu Rom.

Er wird für den festen Landschaftmahler gehalten. Niemandhat die Färbung so frisch heraus gebracht, noch die verschiedenenTageszeiten mit solcher Natürlichkeit dargestellt. Er führet dasAuge durch seine Luftperspective, die über seine Gemählde wieein sanfter, erfrischender Thau gegossen ist, hin. Sein Himmel

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