GENGA
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Als Attila, König der Hunnen, mit einer fürchterlichenArmee in Gallien eingefallen war, wollten die Pariser ihreStadt verlassen. Aber Genevieve hielt sie vavon ab, und ver-sicherte ihnen, daß Paris von den Barbaren mir Achrnng behan-delt werden würde. Der Ausgang bestätigte ihre Vorhersagung,und die Pariser hatten von nun an nur Gefühle der Ehrfurchtund des Zutrauens gegen sie.
Auf den Rath dieser Heiligen fing Chlodwig die St. Pe-ters und Sr. Paulskirche an, worin sie 512 begraben wurde,und welche seitdem ihren Namen erhielt.
Das Ansehen der H. Genevieve ward- so groß, daß sich derH. Simeon Stylita bei allen, die aus Gallien kamen,nach ihr erkundigte. Auf ihrem Grabe sollen sich mehrere Wun-der zugetragen haben. Der Pater Lambe rr schrieb das Le-ben dieser Heiligen, in 8. worin man den Geist der Critik einwenig vermißt.
GENGA ( Geronimo) , ein Mahler, Bildhauer und Bau-meister von Urbino, lernte bei Lucas Signorelli und beiPeter Perngjno. Er war besonders in der Perspektivevortrefflich, und verfertigte sehr viele Arbeiten für Schaubühnen,Pallaste, Sahle und Kirchen zu Florenz, Siena, Rom, Man-tua, die Landschaft Rvmagna u. f. f. Er mahlte für FranzMaria, Herzog von Urbino, sehr prächtige und mir vielem Ver-stand ausgeführte Verzierungen in dem dasrgen Theater, nahmzu Rom das Maß von allen antiken Gebäuden, und hinterließdavon seinen Erben gründliche Anmerkungen in Handschrift. Erstarb in seinem Vaterlande rz"i in 75. Jahre seines Alters, undwurde in der bischöflichen Kirche begraben. L. Sürügnehat nach einem seiner Gemählde die Heilung des Aussätzigen fürCrozats Sammlung gestochen.
GENGA (Bartolommeo) » Sohn des Vorigen, machtesich durch seine Geschicklichkeit in denselben Künsten des Namensseines Vaters würdig. Die Fürsten besserten sich um die Wet-te, ihn zu besitzen. Der Großmeister von Maltha schickte zweiRitter nach Urbino, um ibn vom Herzoge zu verlangen , der ihnnur mit Mühe abtrat. Als Genga mit Befestigung des Ha-'cns«nd der Stadt dieser Insel beschüffciger war , würd* er mit hef-tigem Seitenstechen befallen» woran er 1558, in einem Altervon 40 Jahren, von allen Rittern bedauert starb.
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