Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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«ETA

wohl in der Vortrcfflichkeit des Geschmacks, in der Führung derRadiernadel und des Pinsels, als auch in einer wohl überlegtenZusammensetzung seiner Gegenstände.

Er ward einige Jahre vor seinem Tode Mitglied des Senatsseiner Vaterstadt, und starb den 2. März 1788-

GETA (Septimius), Sohn des Kaisers Severus undCaracalla' s Bruder, war in seiner Kindheit von unfreund-licher Laune; als aber das Alter seinen Character entwickelt hat-te, zeigte er sich sauft, zärtlich, mitleidig und gefühlvoll für dieFreundschaft.

Als Severus eines Tages alle Anhänger des Niger und Allinumbringen losten wollte, schien Geta, der damahls nicht über8 Jahre alt war, darüber sehr bewegt zu sein. Severus glaubteihn dadurch zu beruhigen, daß er ihm sagte: „Es.sind al-„les Feinde, von denen ich dich befreie." Getafragte, wie groß die Anzahl derselben sei? — Als man sieihm gesagt hatte, that er die neue Frage: „Haben denn„di'kse Unglücklichen Aeltern und Anverwandte?«Als man ihm hierauf mit Ja antworten mußte, sagte er: „Ach,»es werden sich also mehr Bürger über unsern»Sieg betrüben, als wir au unserer Freude Theil„nehmen sehen werden!" Man sagt, Severus sei durchdiese eben so richtige als sanftmnihsvolle Bemerkung erschüttertworden. Mer die beiden Prafecte des Pratoriumö Flautia» undJuvenal trieben ihn zur Hinrichtung an, weil sie- sich durch dieConfiscation der Güter der Proscribierten zu bereichern wünschten.Caracalla war bei der Unterhaltung, von welcher wir oben ge-sprochen haben, gegenwärtig, und weit entfernt, von Geta'sMeinung zu sein, wollt' er vielmehr, daß man die Kinder mitihren Vatern umbrachte. Geta wurde darüber aufgebracht, undsagte: „Du schonst keines Menschen Blut, und bist»fähig, dereinst deinen Brnder umzubringen."

Caracalla konnte ihn nicht leiden. Seine Eifersucht brach nachdem Tode des Severus aus, als Geta die Regierung mir ihmtheilte. Nachdem er vergebens gesucht hatte, durch Gift seinerlos zu werden, durchbohrt' er ihn in Juliens, ihrer gemein-schaftlichen Mutter, Armen, welche die Streiche von ihm ab-wehren wollte, und dabei an einer Hand verwundet wurde.Dieß geschah im Jahr 212 nach Christi Geburt. Geta war da-mahls noch nicht 23 Jahr alt. Seine Liebe zu den Künsten und