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Grundriss der Naturlehre in seinem mathematischen und chemischen Theile / von Friedrich Albrecht Carl Gren ...
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8
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I

S Einleitung.

entwickeln; dann aber auch seine Folgerungen durchVersuche und Beobachtungen, auch unter abgeän-derten Umständen, zu bestätigen suchen. Er mußzuerst die Eigenschaften der Stoffe analytisch erfor-schen, und dann aus ihrer Verbindung unter einan-der synthetisch die Folgerungen machen, die zur Er-klärung der Veränderungen und der Naturbegeben-Heiken dienen. Er verdient den Namen eines Nst-turphllosophen , wenn er bey den Erklärungen derMannigfaltigen Naturbegebenheiten sie bis auf dieeinfachsten Grundursachen zurückführen kann.

Franc. Bac. de Verulamio de interpretatione naturae ; istseinen Operibm. Lins 1694. f«L S. 264 ff. Tarb. Berg-?nann de indagando vero ; in seinen Opusc. phys. cbemic.Vol, 1 . Holm et Liij. 1779. 8. im introitu. J. SevnebierJart dobserver. a Geneve 1775. T. I. II. Die Kunstzu beobachten, von J. Sennebier, a. d. Fe. von Eine»iilt. Seipt. 1776. T. I. II. 8 . Carrard art jjs obseryer.i Amsterdam 1777. 8 -

§. 16. Die Erklärungen, die weder auf Er-fahrungen, noch auf richtigen Vernunftschlüssen be-ruhen, dürfen schlechterdings nicht stattfinden. DaWir aber bey den Erklärungen der Naturbegebenhei-ten nicht immer alle wirkende Ursachen sinnlichwahrnehmen und untersuchen können, so nöthigtuns in diesem Falle die Befriedigung des Bedürfnis-ses unseres Geistes, eine Ursache im Voraus anzu-nehmen, aus der wir die beobachteten Wirkungenfolgern. Diese Erklärungsart heißt die hypotheti-sche, und ist der categvpischm entgegengesetzt, woman auf sinnlich zu erweisende Ursachen zurückgeht.

§. 17. Nur der Misbrauch der Hypothesen istverwerflich; der gehörige und kluge Gebrauch der-ftlben ist oft nützlich. Sie geben nicht selten Gele-gen-