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Grundriss der Naturlehre in seinem mathematischen und chemischen Theile / von Friedrich Albrecht Carl Gren ...
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34 ! Theil. i. Abschnitt.

Körper anzusehen, wovon jedes ungleichartige Theilechen als ein für sich bestehendes Ganzes angesehenwerden sollte.

Beyspiele von Körpern, deren Masse gleichartig ist, -eben

reines Wasser, reine Metalle; deren Mape ungleich,

artig ist, Granit, Porphyr, u. d. gl.

§. 47. Aber auch solche Körper, deren Massesich durchaus gleichartig den Sinnen zeigt, könnendemohngeachtet aus ungleichartigen Stoffen zusam-mengesetzt seyn. Die Chemie zeigt die Mittel, dieseZusammensetzung aufzuheben, die zu einer dem An-sehen nach gleichartigen Masse verbundenen Stoffezu scheiden und abzusondern, und sie unterstützt indieser Absicht, die Naturlehre auf eine vorzüglicheWeise, um die Wirkungen eines solchen Körpers ge-hörig zu beurtheilen.

§. 48. Wir müssen solchergestalt die chemischeTheilung von der physischen, von der in dem Vor-hergehenden geredet wurde, wohl unterscheiden.Die letztere liefert uns bey den Körpern, deren Massesich durchaus gleichartig ist, lauter Theile, die deinGanzen, wovon sie herrühren, so wie unter einan-der selbst, in ihrer Natur ähnlich, und nur in derGröße von jenem verschieden sind. Man nenntsie gleichartige Theile (partes limilares), auchGrundmassen, Theilganze, ganze Theile, &gänzungskheile (partes integrantes). Durch diechemische Theilung aber erhalten wir solche The>>^die weder dem Ganzen, wovon sie genommen sind,noch sich selbst unter einander in ihrer Natur ähnli-Ssind, die aber in gehöriger Verbindung zusammendas Ganze ausmachen. Solche Theile eines^pers heißen ungleichartige (partes disfimilares )<