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Grundriss der Naturlehre in seinem mathematischen und chemischen Theile / von Friedrich Albrecht Carl Gren ...
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Reine Bewegungslehre. 45

(§ 6i.). Aber es fließt nicht daraus, daß der Kör-^r, um aus Ruhe in Bewegung, oder aus Bewe-gung in Ruhe gebracht zu werden, Widerstand lei«ne. Widerstand setzt Kraft voraus; die bloß tragenKörper müßten also, um bey Ruhe oder Bewegung^widerstehen, eine Kraft enthalten, was offenbardem Begriff der Trägheit streitet. Diejenigenulso, welche die Trägheit für bloße Anwendung deSSatzes vom zureichenden Grunde auf Ruhe undBewegung der Körper erklären, und doch dem bloß^ögen Körper eine innere Neigung, der bewegenden,^aft zu widerstehen in Ruhe und Bewegung, zu-^^eiben, widersprechen sich selbst. Vermöge der^üghejt erfordern die Körper also zwar eine Ursach,^ ihren Zustand der Ruhe oder Bewegung zu än-aber die Trägheit giebt ihnen keine Kraft desWiderstandes in Ruhe oder Bewegung.

. §- 65. Wenn aber nun die Trägheit der Mate-^ ihr nicht die Kraft ertheilt, zu widerstehen in^uhe oder Bewegung, so folgt von selbst, daß die^ge Materie die zur Aenderung ihres Zustandesec Ruhe oder Bewegung angewandte Kraft nicht^mindert, in so fern sie bloß träge ist, und ihr"ne Kräfte inhärircn, ifcie jener Kraft entgegenwir-und sie dadurch freylich vermindern können,bloß träge Masse des beweglichen Körperslitt* 0ctc kein Hinderniß seiner Beweglichkeit;v!tt llehc in keinem Verhältniß mit der trä-

I si» ® ie doppelt, dreyfach, u. s. w. so gro-Astaff ^ ^ eben so beweglich, als die einfache

^ Können auch die bloß tragen Körper ver-

ge ryrer Trägheit der bewegenden Kraft sogar ent-gegen,'