mit dem Haupteingange g e g e n W e st e n. 53
ten, geflügelte Ungeheuer mit Menschengesichtern,ein Kind mit einer Kapuze und dergleichen eben sogeschmacklose als bedeutungsleere Dinge. — Noch ho-her über den vierzehen Säulen, sieht man eben so vie-le männliche Brustbilder, unter welchen die zwölf Apo-stel wohl erkennbar sind. Sie umgeben nähmlich dasMittelbild, den in einem Eyrunde sitzenden, segnen-den Heiland zwischen zwey Engeln; alles aber vonsehr roher und armseliger Arbeit. Wie im Innernalles mit Bildwerken besetzt ist, so auch außerhalb inder vorspringenden Mauer, theils unter dem Gesim-se , theils in viereckigen fensterähulichen Öffnungen,Löwen, die an den Ecken Wache halten, ein Löwen-bändiger, ein Jüngling, den die Volkssage den vondem neidischen Meister herabgestürzten Lehrling seynlaßt.
Betrachtet man die ganze übrige westliche Wandzwischen den Thürmen, so wird es recht deutlich, wieschwer es dem Künstler gewesen, Herr über eine sogroße Fläche zu werden. Denn wie unzulänglich sinddie wenigen Säulenbündel, eine so große Steinwandzu bekleiden. Man hat, daher die Einförmigkeit durchVorsprünge oder Pfeiler über dem Riesenthore, unddurch zwey Giebel unter den Thürmen zu milderngesucht; aber auch diese Hülfsmittel vermehrten nurdas Schwerfällige des Ganzen, welchem die Paar run-den, mit Schnitzwerk gezierten Rosenfenster rechts undlinks vom Eingänge nicht abhelfen konnten. Den Übel-stand vergrößert die tadelnswürdige Vernachläffignngdes Ebenmaßes; denn nicht nur die beyden Giebel uile