Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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84 Das Innere der Kirche.

zur Selbstständigkeit gelangte, und bey großer Gelehr-samkeit und Kenntniß, vielleicht nur umso viel leich-ter auf den Weg der Nachahmung gerietst, ohne jediejenige» / welchen er nachstrebte/ Rubens undP o u ssi n / zu erreichen.

Wendet man sich aus diesem Seitenchore in diesüdliche Abseite der untern Kirche, so begegnet man,dicht am Eingänge in die untere Sakristey einem sehrschon aus Stein gehauenen Erker oder Altan, dessenmehrere Fuß hohe Brustwehre auf zwey reich ge-schmückten Bogen ruht, und mit Durchbrechungen,Rosen, Blättern und Thürmchen geziert ist. DasWerk fällt allem Anscheine nach in dieselbe Zeit mitden Zierarbeiten Pilgra ms, welche hier als dasBedeutendste der ganzen inneren Ausschmückung ge-nauer beschrieben zu werden verdienen. Sie sind derChor fuß ander nördlichen Wand und die K a n z el.

Wenn man von der Seite des Riesenthores oderHaupteinganges der Kirche, an der linken Seiten-wand bis ungefähr in die Mitte des Schiffes kommt,so erblickt man eine Art von Erker oder Altan, aufeinem Fuße, der sich wie ein Blumenkelch aus einerKnospe von unten nach oben ausbreitet. Dieser Chor,dem vorherbeschriebenen gerade gegenüberstehendtrug vor Zeiten, wie jener, eine kleine Orgel; seineGallerie oder Brüstung ist von Außen mit leicht undzierlich verschlungenen Spitzbogen ohne Figuren ge-schmückt. Da wo der Chorsuß aus der Knospe hervor-tritt, sieht man ein durch Alterund Staub geschwärz-tes hocherhvbenes Brustbild eines alten Mannes, der