io4
Ä u pfe r e rkl ä r ung.
gegenüber steht, bemerkt man eine seltsame Inschriftin Zeichen, von Rudolfs eigener Erfindung, welchenach Johann Kepfers glücklicher Auslegung (bey Ger-bert Taphograph. P. I. Lib. 111. p. 174 ) heißt:
Hic est sepultus Dei Gr. Dux ftudolius Fun-dator.
Bl. 4. — a) Knäufe, Schafte und Stäbe desRiesenthores, b) Der einzige vollendete von den achtPiramiden oder Giebeln, die das Kirchendach umge-ben. Ihn schmücken die herrlichsten und feinsten Durch-brechungen. Gleiche Zierarbeit hatten, nach dem ur-sprünglichen Plane, auch die übrigen Giebel erhal- ,ten sollen, wodurch das Äußere der Kirche mir denThürmen, die auf gleicher Hohe gleiche Giebel zei-gen, in den schönsten Einklang getreten wäre. c) Dermarmorne, mit den Figuren der zwölf Apostel und dervier Evangelisten gezierte, zwölfeckige Taufstein in derKatharina-Kapelle, von vorzüglicher Arbeit. Er hatam oberen Rande die Aufschrift: lte in orbem uni-versum et predicate Evangelium omni Creatu-re; qui crediderit et baptizatus fuerit, salvuserit, qui vero non crediderit, condemnabitur.Marci .ult. cap. Completum est lapidis opus an.
Dni. MCCCCLXXXI (1481).
(