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II. Jahrgang. II. Band.
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4o Die Kapuziner.

weihte der Erzbischof Trautson die neue Gruft ein undes war in derselben täglicher Gottesdienst auf dem durchden Director der Akademie, Baron Strudel verfertig-ten Marmoraltar. 1764 ließ Theresia ihre Erziehe-rinn, die Grästnn Caroline F u ch s, geb. Gräfinn Mol-lart, zum Zeichen ihrer zärtlichen Dankbarkeit in dieKaisergruft beysetzen und ihre eigene Großmutier Eleo-nore There sie (XII. 25o257), deren sie sich,wiewohl bey ihrem Tod ein dreyjähriges Kind, »och inspäten Jahren deutlich erinnerte, ließ sie, gleich allenübrigen in einen schonen Sarg schließen. Die frommeFrau wollte nähmlich in Nonnentracht, in einer ganzgemeinen Todcentruhe begraben seyn, mit keiner an-dern Grabschrift, als an der hölzernen Tafel: -Eleonore Magdalene Theresie, arme Sünderinn."

In diesem Einzigen sey sie ihr minder gehorsamgewesen" schrieb Theresia auf den neuen Sarkophag.

Seit 1765 Kaiser Franz zu Innsbruck beymfeyerlichen Beylager seines Sohnes, des Großher-zogs Leopold plötzlichen Todes verblichen, kam dieKaiserinn gewöhnlich drey Mahl die Woche, oft mitden Erzherzoginnen, zur Messe, zum Abendmahle,oft auch bey später Nacht in die Gruft und weiltedort stundenlang. In ihren letzter,, Jahren wurdeauch hier, wie in ihren Gemächern der Burg undSchönbrunns, eine Maschine verfertigt, an der sie sichselbst hinablassen und wieder hinauf ziehen konnte.Am 2. Nov. 1780 besuchte die erhabene Frau, dieGruft zum letzten Mahl, betrachtete lange, ihrund ihres Gemahls Mausolänm mit ganz ungewöhn-