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II. Jahrgang. II. Band.
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Die Schotten. 187

inus von seinem Vormunde Friedrich IV./ der selbe1460 und 1480 erneuerte.

XXXII. M a rtin wurde zu Leibitz inderZipsgeboren und auf der Krakauer Hochschule, dann zu Wienausgebildet. Da erlebte er 142» die große Judenver-folgung und das schreckliche Flammengericht zu Erd-berg, wo die Studenten ungeheuer viel Geld aus derAsche zusammenkehrten, das die Juden noch aus denScheiterhaufen mit sich geschleppt hatten. Er trat zu derDürfe, in der sich die zahlreichen Bayern befanden,die die Bruderzwiste und Bürgerkriege ihrer Herzogeund ihres Landes, im Kleinen getreulich nachmachten.Nach vollendeter Philosophie wurde er 1424 Magister,hielt sogleich selbst eine Schule und warf sich mit gro-ßer Anstrengung unter Kaspar von Meißelstein in daskanonische Recht. Es zog ihn zu den Gräbern der Apo-stel und in die Fußstapfen des Erzvaters Denedikr, indessen Kloster Monte Cassi, 10 er das Ordenskleid nahm,solches aber seiner schwächlichen Gesundheit wegen wie-der verlassen mußte, aber nach seiner Rückkehr, zuWien, dasselbe Ordenskleid bey den noch immer soge-nannten Schotten anzog, durch seine Gelehrsamkeitund durch seinen energischen Charakter, im In- undAuslande eine große Meinung von sich erweckte, 1429Prior und 1446 Abt wurde. Die Fakultät der freyenKünste erkohr ihn i 45 i zum Schiedsrichter ihres Strei-tes mit Meister Ulrich von Nürting. Der durch seineGelehrsamkeit, wie durch feinen langwierigen und blu-tigen Zwiespalt mit Erzherzog Sigmund von Tyrol,bekannte Cardinal-Legat Niklas von Cusa incorporirce