Band 
II. Jahrgang. II. Band.
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XCIV
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LXXXXIV Urkunde, ibuch.

Wie gfelt es euch, mein lieber freund!

ES ist gwöndlicher Marcktag hcünt,

Khumbtdan, den pawernmarckt auch schaut,Da studt jr käß, schmaltz, rüden, kraut,

Milch, obermilch, milchraum, stertzling,

Hüner, ayer, spensaw) praitling,

Tauben vnd allen vberfluß;

Wer das ficht, billich lobe» mußDiese Stat hie i» disem sal.

Mir schnabelwayd für ander all.

So der Khünig auf Wien zu zeucht,

Alls Hofgsind sich von hertzen frewt.

Täglich man Fuer findt vnd hat

Gehn Baden, Krembs v»d Newenstadt;

Wer sunst -fpaciern faren wil.

Der findt wägen und fuer vil

Beym Rotenthurm fleugenschütznMag er dingen, täglichen nützn.

Die wägen mit tacken verwart.

Der regn, sunn nit mag schaden hart.

Ich sprach zu jm, mein lieber Herr!

Verargt mirs nit, ich bit euch sehr.

Was hält man hie für p o li ce y?

Sagt mir, wer ewer herrschaffk sey?

Wer müg solche gweltigs volck regiern?

Khumbt dan mit mir, ich will euch fürn,

Sprach er zu mir, vnd will euch weysenEin herrschafft, die jr hoch müst preysen.

Erstlich habn wir zum OberherrnHerrn Ferdinand allhie aufferdn,

Welcher gweltig zu aller fristErtzhertzog zu Österreich ist.

Von Gott verordnet, vns gegebn,

Ist Römischer Künig auch darnebn.