CVII
u r k u II d e n b u ch.
Das Römisch reich in kurzer fristDurch Kayser, Khünig brüder mildtMit einem klainen heufflein gstilt,
Darzu die Dehaim mit jr machtBezwungen in ein ghorsam bracht.
Gott gibt gnad augenscheinlich ein,
Schützt sy, wil allzeit mit jn sein;
So ist auch gar noch nichts versämbt,
Der Christen feindt wirk auch noch zämbt.O wie ein frolocken und sreudtIst gwesen hie ein lange zeit.
Wie das gschray kam man het vernomen:Der syghafft Künig her solt komenlWie putzt sich auff die Burgerschafft —
Die Kaufleuk auch mit macht und krafftEtlich tausend, ist nit crlogn,
Dem Künig weit entgegen zog»
Jn jrer rüstung, wol gestalt;
Von herhen frendt sich jung vnd alt,
Auß jedem Thurn durch fenster clufftSchuß man, wieß donnert in dem lufft;Es luff, drengt, riß sich weib vnd man.Den fromen Künig schämten an.
Der Künig auch gantz vätterlichSein volck anschawet holdlselig.
All welk ist ghorsam, fielt sich wol,
Drum gschicht noch wol, was gschehen sol;Das Landtuolck hell sich baß zusamcn,Hinfür nit fleucht auff berg in klammen.Wienn wirbt jn sein ein guter schütz,Darjnn es dir mag pieten trutz;
Volck und gelt wirst nit mehr ergreiffn,Khumbstjwider, wölln dir baß zuspfeiffn.Oie' Christen hast nit all gefressn.