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eines andern Name« irgend ein Amt verwaltet, oder einer Sachevorsteht: daher wird nun diejenige hohe Person, welche in einesunmündigen oder sonst des eigentlichen Regenten Namen, der aufeinige Zeit verhindert wird, selbst zu regieren, die Regierung über-nimmt, Administrator, Reichsvcrweser genannt.— In Ruß-land beißt der Metropolit ts. d. Art. Stift) Administrator despatriarchalischen Stuhls, weil seitPerer I. der Namö des Patriar-chen nicht mehr Start fand, obgleich jener, der Metropolit, dieVerrichtungen desselben ausübt.
Admiral, der, — ein Wort, das man aus dem Arabischenherleitet, und einen Herrn oder Befehlshaber andeuret — ist deroberste Befehlshaber einer Flotte, also zur See dasselbe, was derGeneral zn Lande. Unter ihm steht der Vice-Admiral und derContre-Admiral (bei den Holländern Schoul by Nacht genannt).Uebrigens braucht nicht bloß von einer Kriegsflotte die Rede zu seyn,sondern es heißt auch derjenige der Admiral, welchen mehrere zu-sammensegelnde Kauffahrer zu ihrem Führer wählen. (Bei den Tür-ken führt der Admiral der, Namen Kapudan-Pascha.) Es ist daherdas Admiral-Schiff dasjenige, auf welchem der Admiral sichbefindet, und welches die Admiralitätsflagge führt (die obenauf dem mittelsten Mäste von dem großen Top weht.). Diese darfdenn auch anders nicht geführt werden, als wenn der Admiral vorr20 und der Vice-Admiral vbu ir Kriegsschiffen begleitet wird. — Ebendaher bezeichnet auch die Admiralität, das Admiralitätskol-legium, diejenige Versammlung, welche die Aufsicht und Directionüber das ganze Seewesen führt, und aus einem Admiral, Vice-Ad-miral, Contre-Admiral (Schont by Nacht) und mehreren hohen Seeof-fiziers, Rathen und Beisitzern besteht.
Adonis (Mythol.), ein Sohn der Myrrah, ein Jünglingvon außerordentlicher Schönheit» so daß er auch der Liebling derVenus ward. Diese begleitete ihn sogar auf der Jagd, und ihreZärtlichkeit und Liebe warnte ihn stets vor den Gefahren, denen ersich bet seinem Geschäfte aussetzte: allein weder ihre Warnungennvck ihre Zärtlichkeit waren vermögend, seine Lieblingsneigung zubekämpfen. Einst stieß er auf einen grimmigen Eber» und wurdevon demselben, da er ihn verfehlt hatte, gelobtet. Venus fand ihnin seinem Blute, und war untröstlich über den Verlust ihres gelieb-ten Jünglings; sie ließ aus seiner Asche die Anemone hervor-sprießen.
Adoption, die, (Annahme an Kindesstatt) war bei den Rö-mern eine feierlich-gerichtliche Handlung, wodurch ein leiblicher Va-ter sich des Rechts an seinem Kinde begab, uud erlaubte, daß einandrer Vater es in seine Familie aufnehmen und väterliche Gewaltüber dasselbe ausüben konnte. ES waren dabei mehrere Feierlichkei-ten, und das Kind trug nun den Namen dessen, der es angenomme«hatte, uud erlangte auch bei diesem die völligen Rechte eines leib-lichen Kindes.
Lä xi», osn«a». zu milden Gaben, Stiftungen u. dergl.,als Armen-, Kranken-, Waisenhäuser rc.
Ad raste« (Mythol.) Tochter des Oceans und der Nacht, istdie Vollzieherin der göttlichen Rache, daher auch einige ihren Na-men bloß als Beinamen der Nemesis ansehen. Bald wird siemit Flügeln, bald mit einem Steuerruder, bald mir einem Rade^abgebildet.