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einer Sache, wodurch sie ein Gegenstand des Gefühls und als»geschickt wird, in den Werken der schönen Künste gebraucht zu wer-den; im gemeinen Leben (vielleicht nicht ganz richtig) überhauptschon, geschmackvoll.
Aecber, (a. d. Griech.) i) Die Alten stellten unter dem Ae-ther theils den Stoff des Himmels und der Gestirne, theils den Him-mel selbst vor; daher ätbe lisch, himmlisch. 2) In der neuern Na-turlebre bedeutet dieses Wort die Himmelslnft, die feine Materie imWelträume; Namen, welche die Naturforscher einer (von ihnen an»genommenen) äußerst feinen und elastischen flüssigen Materie beilegen,weiche ourch den ganzen Weltraum verbreitet sevn und durch dieAwi-schenräume der Körper dringen soll. 3) In der Chemie ist Aclhereine Flüssigkeit, welche aus der Verbindung des Weingeistes mit ei-ner Saure entsteht. Der Aether ist von einem angenehmen balsami-schen Geruch und überaus flüchtig; er wird als eine kühlende, schmerz-stillende, nervenstärkende, und erquickende Arznei gebraucht.
Aethiopier: diesen Namen gab mau im Alterthum allen (un-ter einander wohl oft ganz verschiedenen und von einander entfern-ten) Völkern, welche sich durch sehr dunkle, wohl gar schwarze Far-ben von den Europäern auszeichneten, und es gab daher bei den Al-ken — i» Afrika eben sowohl, als in Asten — Aethiopische Völker.Die H-uptsttze derselben waren, nach dem Herodot, oberhalb vonAegppren, im heutigen Nubien und Abyssinicn; sie waren Noma-den, und harren eigne Oberhäupter. UedngenS ist der Name derAetbivpier bei den Alten sehr berühmt, und sie glänzen selbst im frü-hesten Zeitalter der Griechischen Mythologie, und insbesondere inden Jahrbüchern der Aeayptischen Priester. Auch späterhin wirdthuen das Lob der ersten Kultur und höherer Ausbildung beigelegt.
Aetiologie (Griech.), die Lehre von den Ursachen einer Sa-che oder Erscheinung, z. B. in der Medizin, die Lehre von den Ur-sachen der Krankheiten.
Aetna, in Sicilien, einer von den drei größten feuerspeien-den Argen in Europa, dessen senkrechte Höhe 12 bis 13,000 FußLeträgt. Die Sicilianer theilen ihn in drei Regionen oder Gegen-den ab; die erste heißt die angebaute Gegend — sie ist mit Städten,Dörfern und Klöstern angefüllt und wird von kleinen Bergen vonLave gebildet — die zweite die Holz-oder Waldgegend; die drittedie wüste oder bloße Gegend (welche mit Eis und Schnee bedeckt ist).Letzterer ist für die dortigen Länder ein unentbehrliches Bedürfniß zukühlenden Getränken, zu denen er besser als Eis ist; und der Aetnaversorgt nicht nur einen großen Theil Italiens, sondern auch dieIntel Malta damit. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Vesuv beiNeapel und der Aetna nur verschiedene Theile einer Kette von Ber-gen sind, welche unter der Insel Lipari fortlaufen: denn man hatbemerkt, daß, wenn einer dieser Berge einen großen Auswurfmacht, der andre und der Vulkan von Lipari stärker als gewöhnlichglühen; auch hat der Aetna oft mit dem Vesuv zugleich Feuer gespien.Am deftigsten hat er 16YZ gewütbet, wo er 90,000 Menschen getöd-tet. Uebrigens verdient noch angemerkt zu werden, daß man ausdem Aetna das höhere Alter der Welt, das unsere Zeitrechnung über-steigt , hat beweisen wollen. Eine der schönsten Schilderungen diesesfeuerspeienden Berges findet man in G. A. Jacobi Briefen ausder Schweiz und Italien. (Lüb. und Lcipz. 1796 u. 1797.) Bd. 2.E. Züz ff.; nicht minder in RehsneS neuestem Zustande der Insel