Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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1276 vermählte, gebar ihm 2l Kinder. Von seinen Söhnen folgte

»hm keiner auf den Kaiscrtbron.

Albrecht II., herzog von Oestreich, der Sohn Kaiser Al-brechts des Ersten, war noch minderjährig da sein Vater- ermor-det ward. Seine Bruder starben alle nach einander, und nur einigeZeit regierte er mit seinem Bruder Otto. So lanae dieser lebtebeklimmene er sich w> nig um die Regierung; aber auch O tto -mrbbald und er blieb allein von seiner Familie übrig. Erhaltenes Nistzog ihm in seinem Z2. Jahre eins Lähmung zu, die idn doch nichtvom persönlichen Kriegfuhren abhielt; er ließ sich dazu bald in einerSankte tragen, bald a»f seinem Pferde fest machen. Der Papst Jo-hann XXII. trug ihm die Kaiserkrone an; allein er schlug sie ab.Unglücklich wäre» seine Unternehmungen gegen die Schweiz, und nurdurch Bestechung'gelang es ihm, nach einer langen Belagerung sichin den Besitz vor" Zürich zu setzen. Da die E'dgenvffen sich bedrohtsahen , die Früchte ihres fünfzigjährigen Kampfes zu verlieren, grif-fe n die Bergbewohner von Schwvj zu den Waffen, vor ihnen wehtedie, durch den Sieg bei Morgarten, berühmte Fahne, und AlbrechtsHeer mußte überall weichen. Das gemeinsame Bündniß wurde er-neuert und der Herzog von Oestreich genöthigt nach Wien zurückzu-kehren. Er starb von Kummer verzehrt am ick. August 1353 in seinemsechszigsten Lebensjahre. Er war thätig, kenntnisreich, hanehälte-risch. duldsam, vorsichtig, klug, und die Geschichte hat ihn den Wei-sen genannt. Albrecht gab zuerst die Verordnung : Es sollten dieErbstaaten des Hauses Oestreich nicht mehr unter die einzelnen Glie-der vertheilt werden, sondern dem ältesten angehören. Zwar wurdesie nach seinem Tode nickst beobachtet; aber unter Marimilian ist sieerneuert und seither nicht wieder verletzt worden.

Albuquerque (Alpbons von...> Vicekönig von Indien, mitdem Beinamen der Große und der Portugiesische Mars, war zu Lis-sabon »452 geboren, aus einer Familie, die ihren Ursprung von denKönigen ableitete. Heroismus, Entdeckungen und Eroberungen zeich-neten in diesem Zeitalter seine Nation aus. Einen großen Tbeil derWestküste Afrikas hatten sie kennen gelernt und sich unterworfen, undfingen an ihre Herrschaft auch über die Meere und Völker Indiensauszudehnen. Albuquerque, zum Vicekönig dieser neuen Be-sitzungen ernannt, langte daselbst am 26. September 150z mit einerFlotte und einigen Truppen an, eroberte Goa, einen bedeutendenPlatz auf der Küste Malabar, das er zum Mittelpunkte der Portu-giesischen Macht und des Handels in Asien machte, unterwarf sichdann ganz Malabar, Ceylon und die Halbinsel Malakka. Im Jahre»507 bemächtigte er sich der Insel Ormutz am Eingänge des Persi-schen Meerbusens. Da der König von Persicn den Tribut verlangte,den sonst die Fürsten dieser Insel an ihn entrichtet hatten, so legteAlbuquerque den Gesandten Kugeln und Säbel vor, und sagte: dasist die Münze, mit der Portugal seinen Tribut zahlt. Er befestigteden Besitz der Kolonien immer-mehr, hielt strenge Kriegszucht, warthätig, vorsichtig, weise, menschlich und gerecht; geachtet undgefürchtet von seinen Nachbarn, geliebt , von seinen Unterthanen.Seine Tugenden machten einen solchen Eindruck auf die Jndier, daßsie-lange nach seinem Tode an sein Grab wallfahrreien, und bei ihn»um Gerechtigkeit vor den Mißhandlungen seiner Nachfolger flehten.Ungeachtet seiner.großen Verdieuste^ntging er doch nicht dem Neideder Hofleute und dem Argwohne des Königs E'.7,anuei, und die»