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der Artikel), das Gesetzbuch der Türken, dessen Verfasser größten»theils Mak> vmed ist. (Eigentlich beißt es eine Sammlung.) Die-ses Buch ist ein wahres Galimatias ohne Zusammenhang und Ord-nung; der Verfasser desselben spricht bald in seiner Person, bald inder Person Gottes und seiner Gläubigen. Die Verehrung, in wel-cher dassclbe ron den Mahomedancrn gehalten wird, ist so groß, daßsie sich die Hände vorher waschen, ehe sie es berühren. Gott soll esMahomed durch den Engel Gabriel geschickt haben, und zwar aufPergament geschrieben, welches von der Haut des Schafts, dasAbraham statt seines Sohnes Jsaak geopfert, gemacht worden. DerAlkoran ist voll von den abenteuerlichsten Vorstellungen von demThrone Gottes und dem Paradiese: der Zustand der Seligen im Pa-radiese besteht nach demselben in der höchsten körperlichen Wollust;die Weiber kommen jedoch nicht mit ins Paradies, sondern sehenden Vergnügungen ihrer Männer bloß von weitem zu. (Der Koranoder das Gesetzbuch für die Mosleme, durch Muhamed, den SohnAbdallah; herausgegeben von Friedr. Eberh. Boysen. 1775,)
Alla Breve (Musik) wird ein Tvnstück überschri ben, das ineiner doppelt so geschwinden Bewegung, als sonst bet eben der ArtNoten Statt findet vorgetragen werden soll so daß eine ganze Takt-Note so geschwind als sonst eine halbe, eine halbe so geschwind alssonst ein Viertel u. s. f. gespielt wird. Man pflegt auch zur BezeichnKling dieser Takt-Art den Tonstücken dieses Zeichen E vorzusetzen.Uebrigens bedient man sich auch des Ausdrucks: all» Ospoll»; unddiese Benennung rührt von den aus drin Choralgesang entlehnte»Subjekten her, wovon zwar die Notenfigure» ihrer Größe »ach ebendieselben find, gleichwohl nicht choralmäßig, d- h. wie sie die Ge-meinde in der Kirche singt, sondern lebhafter, so wie es in den Ka-pellen gewöhnlich ist, ausgeführt werden sollen.
Allah, der Türkische Name, Gott.
Allegorie, die, (a. d. Griech.) die Darstellung einer Sache, ei-nes Begriffs durch ein Bild, z. B. die Darstellung des Friedens durcheinen Oelzwcig. Man kann sich der Allegorie, um auf den Verstandzu wirken, bedienen: allegorische Darstellungen dieser Art sind Sinn-bilder, Parabeln. Fabeln: in diesem Falle muß das Sinn,bild anf die größte Aehnlichkeit mit der bezeichneten Sache abzielen.Man kann aber auch durch die Allegorie bloßes Vergnügen, Gefüblder Schönheit erregen wollen; und in dieser Rücksicht ist sie als Werkder Kunst zu betrachten. Beide Zwecke gelten sowohl vom allego-rischen Ganzen (einer allegorischen Dichtung, einem allegorischenGemälde) als auch von der Älleavrie bloß als Theil oder Fi-gur betrachtet. Als Redefigur ist die Allegorie eine bildlicheDarstellung eines einzelnen Gedankens; z. B.
-Mir ward der Becher mit Wermuth,
Kaum am Rande mit Honig bestrichen, zu trinken gegeben.Statt: nur wenig Fregde mischte sich in mein Elend. Unter den Ma-lern hat sich vorzüglich Oeser in der Allegorie berühmt gemacht.
Allegtettv. Jtal. (Musik). Die musikalische Bewegung zwi-schen AUegro und Andantino (in der gewöhnlichen Bedeutung diesesWorts), mithin etwas langsamer als Allegro und etwas geschwinderals Andantino. Man sagt auch ein Alles retto.
Allegr.i, Gregor,», (geb. zu Rom izyo, gest. daselbst 1640),