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hcschreiber, den es jemals gehabt Hat. In der neuern und alte»Geographie war er sowohl als Schriftsteller als auch als Landkarten-machrr so groß, daß ihn gewiß keiner seiner Zeitgenossen erreicht hat,ob er gleich nie gereist ist. Wenn er eine wichtige Karte bekannt ge-macht hatte, so pflegte er zu gleicher Zeit einen Kommentar überdieselbe herauszugeben. Sein Hauprverbienst in der alten Geogra-phie ist unstreitig, daß er die neue als eine Fackel brauchte, der altenein Licht anzuzünden, und daß er die alte und neue l» ständig miteinander verglich. Er starb 1782 in einem Alter von 85 Jabren.Seine große Sammlung von Karten hat der König noch bei seinemLeben gekauft.
Auwurf, im Münzwesen, eine Maschine, vermittelst welcherdie groben Münzsvrtcn geprägt werde». Sie besteht aus einem Unter-und einem Oberstempel, welcher auf den untern genau paßt, unddurch Gewichte oder eine andere Kraft den zur Ausprägung des Gel-des erforderlichen Druck erhalt.
Apanage, die, (a. d. Franz. — spr. Apanaasche) heißt dasie-mgeGeid, oder die Länder und Einkünfte, welche Könige, Fürstenund andere Srandespcrssnen, bei denen das Recht der Erstgeburteingeführt ist, ihren jüngern Brudern oder Vettern zum Unterhaltgeben müssen. Daher heißt apanagirter Plinz ein solcher, wel-cher auf diese Art abgefunden worden ist.
Apathie, die, (a. d. Griech.) die Gefühllosigkeit; derjenige Zu-stand, in welchem man keiner Leidenschaften fähig oder von allen Lei-denschaften frei und los ist. Die Stoiker behaupten, daß die Apathieeine wesentliche Eigenschaft eines weisen Mannes sey (ft Stoiker).
Apelles: aus der Insel Chios gebürtig, einer der berühmte«sten Griechischen Maler, eben so sehr berühmt und verdient um dieKunst durch seine meisterhaften Werke, als durch seine Schriftenüber biestn Gegenstand, welche letzter» zur Zeit des Plinius »ochvorbanden waren. Er ivar der Maler der Grazie, nnd übertraf indieser Rücksicht alle seine Zeitgenossen. Dabei war er nichts wenigerals ungerecht gegen die Verdienste anderer Maler, nichts wenigerals blind g-gen seine eigenen Feblcr. Wenn er ein Gemälde fertigharte, so setzte er es aus und verbarg sich hinter einen Vorhang, umungesehen die Urtheile darüber anzuhören. Merkwürdig ist die Art«wie er des Protvgvnes, eines berühmten Malers zu Rhodus, Be-kanntschaft machte. Apelles reiste ausdrücklich nach Rhodus, umihn kennen zu lernen. Ach er in sein Haus trat, fand er Niemandals eine alte Frau nnd ein aufgespanntes noch leeres Luch auf derStaffeln. Die Alte fragte ihn nach seinem Namen: „ich will ihnhinsetzen," sagte er, und entwarf mir dem Pinsel einen überausfeinen Umriß. „Das hat Apelles gemacht!" rüste Protogo-ues sogleich aus, als er zurückkehrte und von dem Fremden borte.Er nabm hierauf eine andere Farbe, und setzte auf die nämlicheZeichnung einen noch korrekter« und feinern Umriß. Bald daraufencheinl Apelles wieder. Man zeigt ihm die Arbeit, als etwasvon dem Manne, den er suche. Beschämt, sich übertreffen zu sehen,,greift er na» der dritten Farbe, hebt dje ersten Züge durch einigeneue, und erschöpft die ganze Feinheit der Kunst. „Ich bin über-,wunden," Rate Protvgvnes, als er nach Hause kam; „ich eile,,meinen Nebenbuhler zu umarmen! " Beide Künstler wurden einig,dieses Stück für die Nachwelt aufzubewahren, allem es verbrannte inder ersten Feuersbrnnst imPalaste des Augnstus zu Asche. Apel-