Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Arm

Seine Güter wurden eingezogen und sei« Urtheil kn alten großenStädten des Königreichs öffentlich angeschlagen. Als der junge Kö-nig Gustav Adolvb an da« Ruder der Regierung trat, kam erwieder in Gunst, und seine Gemahlin wurde selbst Großqouvcrnaureder königlichen Kinder. Au Ende 1802 erhielt er von seinem Fürsteneinen neuen Beweis des Aurrauens in der Ernennung zum Schwedi-schen Minister am Wiener Hof, wo ihm der Kaiser im December dieerste Audienz gab. Doch war s-in Aufenthalt daselbst nur von kurzerDauer, da sich sein Soaveraiu weigerte, das Oberhaupt der Oester-reichrscheii Monarchie in der neuangcnommenen Würde eines Kaisersvon Oesterreich anzuerkennen. Au Ende 1805 kommandirte er unterden Befehlen des Königs bei der Armee, die damals in« Feld rückte,nachdem er kurz vorder zum Generaiaouvcrneur von Finnland ernanntworden war. In dem Feldzuge Preußen« gegen Frankreich, wo»gegen sich auch Schweden mit erklärte, v-rtraute ihm der König denwichtigen Posten eines Militargvuv rneurs von Skralsund au. DieFranzosen hielten diese Festung im Februar und März streng blokirt:am it.n April machte der Generallieutnant von Armfelt eincuAus-fall, der die Feinde zur Aufhebung der Blokabe nöthigte und sie zu»rücktrieb, daß Armfelt am zten schon wieder Greifswalde und amglen Anklam besetzte. Auf diesen Sieg erhob ihn der König zum Ge-neral der Infanterie. D-esen Vortheil ließ indeß der FranzösischeMarschall Mortier nicht lange in den Händen der Schweden. Am i ö.griff er sie bei Velling an und schlug sie wieder zurück: der BaronArmfelt wurde bei diesem Vorfalle verwundet, mußte sich nachScralsund und von da nach Schweden zurückbringen lassen und konnteweiter keinen Antheil an diesem Feldzuge nehmen. Später komman-dirre er einige Acit in d m Kriege gegen Rußland. — Wenige Per-sonen erlebten so viele und scvnelle Glückswechsel als dieser vnterueb- >wende, geistvolle und wissenschaftlich gebildet« Mann. Nach demFriedensschlüsse von Friedrichshamm vom 17. Sept. rgoy verließ er !die Schwedischen Dienste und leistete dem Kaiser Alerander den !Eid der Treue. — Dies veranlaßte, daß ein Befehl des Königsvon Schweden, vom Kronprinzen (dem Fürsten von Pontecorvv) un-terzeichnet, dem Direktorium der Ritterorden zu Stockholm vorschrieb,Armfelten aus der Liste der Schwedischen Edeln wegzustreichen,weil er dem Kaiser von Rußland den Eid der Treue geschworen , folg-lich dadurch aufgehört habe, Unterthan seiner Maj. von Schwedenzu seyn.

Arminianer, die, oder Remon stranten, eine christlicheReligionSparrei, die sich von den Refornurten durch die Lehre ge-trennt. daß Gott keinen Menschen erwählt oder verworfen habe, alsnur wie fern er vorhergeseben, daß der Mensch entweder im Glaubenoder im Unglauben verharren werde. Ausgenommen zn Dortrccht,dürfen sie in Holland überall Gottesdienst halten.

Arminius ober Herrmann. Wir kennen leider nur wenigeLebensumstände dieses Größten der Deutschen , der im achtzehntenJabr vor Ebristi Geburt zur Welt kam. Alles, was wir von ihmwissen, beschränkt sich anf wenige Worte in den Erzählungen der al-ten Schrifistell-r von der Niederlage des Varus. Drusus hattedurch seine Siege das Römische Reich mit allem Deutschen Lande, daszwischen dem Rhein, d,r Elbe und der Saale liegt, „ergrößert. UMdie kriegerischen Bewohner dieser Gegenden im Gehorsam zu erhal-ten , versäumten die Römer keine Maßnahme, welche Klugheit und