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Astronomie, die, (a. b. Griech.) die Sternkunde; die Wis-senschaft, welche die genaue Erforschung der Bewegung des Himmeleund der Gestirne beabsichtiget, um darnach den Stand eines jedenSternes für jede» gegebenen Zeitpunkt zu bestimmen. Da dieses aufdoprelre Art, erstlich durch Beobachtungen und dann durch mechani-sche Berechnungen, geschehen kann; so entsteht hieraus die Ein-theilung der Astronomie in die sphärische für den erst », undin die mechanische für den zweiten Fall. Der Ursprung der Stern-kunde ist ohne Zweifel in das höchste Alterthum zu fetzen; allein erstunter den Griechen erhob sich die Sternkunde ein wenig aus dem Zu-stande der ersten Kindheit, und bloß von den Neuern wurde sie durchErfindung der mechanischen Astronomie zur Vollkommenheit ge-bracht. Die wichtigsten Entdeckungen sind wir dem Galiläi undNewton schuldig, welche in den neuern Zeiten sehr ausgebildet undvermehrt worden sind. (Ueber die ältere und mittlere Geschichte derAstronomie findet sich eine lesenswerrbe kurze Geschichte nach Gas-sendi im neuen Götting. histor. Magazin, von Mein ers undSpittler, lll. V. Z. St. Unter den kurzen und leicht geschriebe-nen Einleitungen über diese Wissenschaft sind vorzüglich BodensErläuterung der Sternkunde und Wünschens kosmologische Unter-haltungen zu empfehlen.)
Asyl, das — eine Freistätte, wo Verbrecher hinflichen können,und vor allen Angriffen gesichert sind. Bei den Alten gewährten Tem-pel, Götterbilder, Altäre rc. in hohem Grade eine solche Zuflucht, undes war das höchste Verbrechen, einen dahin sich Flüchtenden mit Ge-walt herauszureißen. Die außerordentlichen Mißbrauche, die dar-aus entstanden, gaben daher bisweilen Gelegenheit, auf die Heilig-keit eines solchen Asyls nicht zu achten, wie die Lacedämonrer gegenWansanias im Tempel der Minerva thaten. Ja man pflegte wobl,bei den allzugroßen Verbrechen eines solchen Thäters, ihn entwederauszuhungern, oder Feuer um die Freistätte anzulegen, und Um sozur Flucht zu nöthigen- Jedoch hatten nicht alle Tempel und heiligeOerter das Siecht solcher Freistätte, sondern nur die dazu besondersgeweiht waren. Kaiser Tiber ins schaffte sie beinahe ganz, de»Tempel der Juno und des Aesculaps ausgenommen, ab. Man nenntnun jeden Zuflnchsort für irgend einen Bedrängten oder unschuldigLeidenden ein Asnl.
Atabalip« oder Atahulpa, letzter König von Peru aus demGeschlechte derInkas, hatte seinen Bruder Huasar, der ihm dieKrone streitig machte, besiegt, als 1525 die Spanier unter Pjzarroin seine Staaten eindrangen. Der letztere nahm ihn treuloser Weisegefangen und ließ ihn izzz tödten.
Ate (Mythos), die Tochter der Eris und des Jupiters, ist dieGöttin der Unbesonnenheit, deren Einfluß auf Götter und Mensche»fich gleich stark zeigt, und wird überhaupt als Dämop der Verblen-dung und der menschlichen Leidenschaft aufgeführt. Wenn Mensche»Verbrechen begehen, so sagt man: Ate verführt sie dazu. — IMSchwestern, die Litcn, auch Töchter des Jupiters, aber schwachund mit traurigen zum Himmel gehobenen Mienen ihr nachfolgend,bleiben immer hinter ihr zurück; aber sie heilen da, wo jene verwun-det hak. Wer diese ehrt, dem erzeigen sie Gutes; wer sie aber ver-stößt, über den flehen sie die Racbe der Are vom Jupiter herab. .
Atheist, der, (a, d. Griech.) ein Mensch, der kernen Gott glaubt. !Vergl. Deist.